Thorben Mollenhauer wird die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck auch in der neuen Saison auf die Platte führen. Die Akteure wählten den Publikumsliebling jetzt erneut zum Mannschaftskapitän.
Seit 20 Jahren ist Mollenhauer Mitglied bei den Rot-Weißen und somit ein Ur-VfL-er. Tatsächlich hat der torgefährliche Rückraumspieler nie für einen anderen Verein gespielt. Er war als Fan dabei, als die Gladbecker anno 2004 den Aufstieg in die damalige Regionalliga West feierten, er war einer der Garanten dafür, dass der VfL 2012 den Sprung in die Dritte Liga schafften.
Zuletzt wurde Thorben Mollenhauer mit dem Team der Uni Duisburg-Essen Deutscher Hochschulmeister.
Quelle | derwesten.de (Readaktion Gladbeck)
21. Aug. 2016
VfL Gladbeck feiert in Westerholt einen Kantersieg
So etwas nennt man einen gelungenen Test: Mit 40:19 (20:9) gewannen die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck das Saisoneröffnungsspiel beim Verbandsligisten SV Westerholt mehr als standesgemäß. Die Rot-Weißen mussten dabei kurzfristig auf einen Akteur verzichten. Kreisläufer Christoph Enders hatte sich krank abgemeldet.
Gastgeber mit sieben Feldspielern
Für den Gladbecker Trainer Sven Deffte war die Begegnung mit dem SV Westerholt insofern interessant, weil die Gastgeber in Ballbesitz immer einen siebten Feldspieler einwechselten. Eine knappe Viertelstunde lang tat sich die Defensive des VfL mit der Unterzahl recht schwer. Die Folge: Nach 14 Minuten stand es 6:6.
15:35 Minuten waren gespielt, als Sven Deffte beim Zwischenstand von 7:6 für die Rot-Weißen seine Auszeit nahm, um die Abwehr noch einmal nachzujustieren. „Danach“, lobte er seine Mannschaft und die beiden Keeper Sebastian Büttner und Andor Schneider, „hat das Team es aber gut gemacht. Außerdem haben heute beide Torhüter gut gehalten.“ Kapitän Thorben Mollenhauer, Marcel Giesbert, Pascal Kunze und Alexander Kramer sorgten mit ihren Treffern schnell für eine 11:6-Führung.
Und so ging es nun weiter. Die überaus aufmerksame Deckung des VfL eroberte fortan einen Ball nach dem anderen. Während der Gast zunächst häufig den direkten Abschluss suchte und aus der Distanz ein paar Mal das verwaiste Tor des SV Westerholt verfehlte, suchten die Gladbecker nach dem Wechsel häufig Mitspieler, die sich frei gelaufen und eine bessere Schussposition hatten. Das gefiel Sven Deffte natürlich deutlich besser als die vielen Risikowürfe. „Wir hätten 50 Tore erzielen müssen“, sagte der Trainer der Gladbecker.
Stimmt. Schließlich leisteten sich die VfL-er auch noch den verschwenderischen Luxus, gleich vier Siebenmeter zu vergeben.
Weiter geht’s für die Gladbecker bereits am Dienstag, 23. August, mit einem Testspiel gegen den ambitionierten Landesligisten PSV Recklinghausen.
Quelle | derwesten.de (Thomas Dieckhoff)
03. Feb. 2013
VfL verpasst nächste Überraschung
Die Handballer des VfL Gladbeck kassierten beim TSV Bayer Dormagen eine 29:32 (18:15)-Niederlage. Mit ein wenig mehr Cleverness und Glück hätten die Rot-Weißen vor knapp 1000 Zuschauern durchaus einen Punkt entführen können.
Die Handballer des VfL Gladbeck haben in der 3. Liga West eine weitere Überraschung verpasst. Die Rot-Weißen, die in der Vorwoche Tabellenführer Wilhelmshavener HV gestürzt hatten, verloren beim TSV Bayer Dormagen knapp mit 29:32 (18:15). Der Gladbecker Rückraumspieler Michael Kintrup sprach nach den 60 Minuten das aus, was wohl alle VfL-er dachten: „Mund abputzen und weitermachen.“
TSV Bayer Dormagen – VfL Gladbeck 32:29 (18:15)
VfL: An. Tesch, Hüsener (1), Koraman (1), Kunze (1), S. Deffte, Singh Toor, Krönung (6), Mollenhauer (7), Lüning, Al. Tesch (1), Kintrup (7), Schomburg (5/3).
Spielfilm: 2:2 (5.), 4:2 (7.), 5:5 (10.), 9:7 (14.), 11:8 (16.), 12:11 (19.), 15:14 (25.), 15:18 (30.), 17:21 (37.), 19:23 (40.), 23:23 (47.), 26:24 (50.), 29:28 (53.), 31:29 (58.), 32:29 (59.).
956 Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter sahen eine spannende Partie, in der letztlich Nuancen den Ausschlag zugunsten der Gastgeber gaben. Für die Entscheidung sorgte 66 Sekunden vor dem Ende der Dormagener Rechtsaußen Robin Doetsch mit seinem Treffer zum 32:29. Als die Akteure des ehemaligen Bundesligisten kurze Zeit später mit ihren Fans ausgelassen den Erfolg feierten, sagte VfL-Trainer Holger Krimphove: „Die mussten sich heute ganz schön strecken, um zu gewinnen.“
Tatsächlich verlangten die Gladbecker dem TSV Bayer alles ab. Ende der ersten Halbzeit nutzte der VfL eine Schwächephase der Dormagener zu vier Treffern in Folge aus. Die Rot-Weißen, die mit 14:15 zurückgelegen hatten, gingen mit einer 18:15-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel baute der Gast diese auf vier Tore aus (21:17/34., 23:19/40.).
Bayer-Trainer Jörg Bohrmann reagierte – er ließ Michael Kintrup von Jarno Pusch und schließlich auch Thorben Mollenhauer von Simon Ernst an die kurze Leine legen. Mit Erfolg. Den bis dahin im Angriff sehr geduldig und effizient spielenden Gladbeckern glückte sieben Minuten lang kein Treffer. Dormagen glich aus (47.). Pascal Kunze traf für den VfL zum 24:23. Simon Ernst erzielte im Gegenzug das 24:24 und brachte in der 48. Minute die Dormagener erstmals wieder in Führung. Diese gaben die nun konzentriert und konsequent spielenden Gastgeber nicht mehr ab.
Holger Krimphove wollte nach der Partie trotz der Niederlage das Positive sehen: „Wir haben gegen die Mannschaft, die in der Liga das höchste Tempo spielt, 50 Minuten lang sehr gut dagegengehalten. In dieser Zeit konnte man nicht sehen, wer in der Tabelle oben steht und wer um den Klassenerhalt kämpft.“ In den letzten fünf Minuten jedoch habe man dies erkennen können. „In dieser Phase hat Dormagen fehlerfrei gespielt“, sagte Krimphove, „und deshalb auch verdient gewonnen.“
Quelle: WAZ, Thomas Dieckhoff
27. Jan. 2013
Andy Tesch hält den VfL-Sieg fest
Für eine weitere Sensation sorgten die Handballer des VfL Gladbeck. Die Rot-Weißen, die Anfang Dezember bereits den damaligen Tabellenführer Wermelskirchen bezwingen konnten, stürzten nun den Wilhelmshavener HV von der Spitze. Gladbeck gewann 34:33, Mann des Abends war Torwart Andy Tesch.
Der VfL Gladbeck mausert sich in der 3. Liga allmählich zum Favoritenschreck. Nachdem die Rot-Weißen Anfang Dezember bereits den damaligen Tabellenführer TuS Wermelskirchen bezwingen konnten, rangen sie nun Spitzenreiter Wilhelmshavener HV in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Spiel mit 34:33 nieder. VfL-Torwart Andy Tesch avancierte dabei zum Mann des Abends. Er parierte, die Zeit war bereits abgelaufen, einen Siebenmeter von Sebastian Maas.
VfL Gladbeck – Wilhelmshavener HV 34:33 (17:16)
VfL Gladbeck: An. Tesch (1. – 37. + bei zwei Siebenmetern), T. Deffte (37. – 60.) – Hüsener, Koraman, Kunze, S. Deffte, Krönung, Mollenhauer, Al. Tesch, Kintrup, Schomburg.
Spielfilm: 2:2 (3.), 2:5 (7.), 5:8 (10.), 8:9 (16.), 9:12 (22.), 10:13 (25.), 13:13 (27.), 15:14 (29.), 17:16 (30.), 19:16 (32.), 19:19 (34.), 21:21 (36.), 24:22 (40.), 26:24 (45.), 26:27 (48.), 30:30 (53.), 32:30 (57.), 34:33 (60.).
Der Keeper der Gladbecker gab sich hinterher ganz bescheiden. „Dass wir drangeblieben sind, war ein Verdienst von Tim. Er hat ein paar entscheidende Bälle weggenommen“, lobte Andy Tesch seinen Torwart-Kollegen Tim Deffte, der in der 37. Minute eingewechselt worden war. Warum Tesch beim Siebenmeter von Maas ruhig blieb und den Schuss schließlich parierte, erklärte er so: „Ich konnte doch nur gewinnen.“ Nun, Andreas Tesch gewann das Nervenduell mit Maas– und mit ihm der VfL, der im Abstiegskampf zwei ganz wichtige Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.
Die Schlussphase in der Riesener-Halle war nichts für schwache Nerven. 55 Sekunden vor dem Ende verkürzte der Gast durch Maas auf 32:33, zudem kassierte Recep Koraman, der Linksaußen der Gastgeber, eine Zwei-Minuten-Strafe. Gegen nun manndeckende Niedersachsen fasste sich Thorben Mollenhauer ein Herz. Er schnappte sich den Ball, spurtete los und traf – 34:32, und nur noch 42 Sekunden zu spielen. Erneut Maas, dieses Mal per Siebenmeter, stellte wieder den Anschluss her (59:31 Min.). Ballbesitz für Rot-Weiß, Zeitspiel. Evgeny Vorontsov wurde mit der Schlusssirene gefoult. Es gab Siebenmeter, Maas trat an, Andy Tesch hielt.
„Am Ende“, sagte VfL-Trainer Holger Krimphove, „hatten wir das Quäntchen Glück, das uns gegen Gummersbach gefehlt hat.“ Er bedankte sich für die tolle Unterstützung durch die Fans („Das war heute der Hammer“) und lobte seine Mannschaft für ihren engagierten Auftritt. „Sie hat“, so Krimphove, „mit sehr viel Leidenschaft und Emotion gespielt.“ Anders als in anderen Partien habe das Team im Angriff seine Linie bewahrt. „Das war der Knackpunkt“, urteilte der Übungsleiter der Rot-Weißen, der in Recep Koraman einen Spieler ganz besonders hervorhob. „Er hat gut gedeckt. Und als Recep am Ende der ersten Halbzeit den Turbo eingeschaltet hat, war das der Weckruf. Ab da waren wir voll im Spiel.“
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Quelle: WAZ, Thomas Dieckhoff


