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Stark ersatzgeschwächt trat die dritte Herrenmannschaft am vergangenen Samstag beim TV Germania Hüllen an. Da viele Spieler aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung standen, musste Trainer Jan Kischkel den Kader mit vier Spielern aus der Viertvertretung auffüllen. Stefan Kupries aus der Reserve half ebenfalls aus. Er nahm nach einer langen Verletzungspause das Spiel als guten Einstieg mit.

Der „bund zusammengewürfelte Haufen“ begann entschlossen und fand sofort ins Spiel. So konnte überraschender Weise eine 4-Punkte-Führung zur Mitte der ersten Halbzeit herausgespielt werden. Einige kleine Unkonzentriertheiten nutzten die Gelsenkirchener jedoch zur 17:15 Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel kamen die Rothemden wieder bis zum Stand von 18:18 heran, allerdings folgte darauf eine Schwächeperiode, die Hüllen zu einer 6-Punkte-Führung (23:17) ausnutzte. Nach einer Auszeit sortierten sich die Gladbecker wieder und kämpften sich tapfer heran, so dass die Schlussphase wieder spannend wurde. Jeder Gladbecker Spieler spürte, dass nun ein Sieg drin war. Zwei Konter der Hüllener reichte jedoch für sie den Sack in der letzten Minute zuzumachen. So endete das Spiel mit 30:27 für die Heimmannschaft.

Der Trainer war von der Vorstellung seiner Mannschaft trotzdem sehr zufrieden. „Nach der kampf- und lustlosen Vorstellung vergangene Woche in Olfen (Anm. d. Redaktion: 30:15-Niederlage) mit der Stammbelegschaft hat der individuell deutlich schwächer besetzte Notkader hervorragend gekämpft. Dass sogar der Sieg noch knapp verpasst wurde, ist zwar ärgerlich, aber dass diese Mannschaft in der Lage war so offen das Spiel zu gestalten, stimmt mich optimistisch für die kommenden Aufgaben“, so Kischkel.

Es spielen für den VfL: Timo Lampatz – Tim Lübbe, Chris Lübbe, Björn Kasperitz, Viktor Dziabel, Stefan Kupries, Thomas Semnet, Leon Kalhöfer, Hayato Kunigo, Bernd Vonnemann (nicht eingesetzt), Christian Fox (nicht eingesetzt)

Quelle | Hayato Kunigo

In der Handball-Landesliga holte die Zweitvertretung des VfL Gladbeck im Abstiegskampf zwei ganz wichtige Punkte. Die Rot-Weißen rangen ihren unmittelbaren Mitkonkurrenten SG Ahlen II mit 34:28 nieder. Dabei bot das Team die bisher vielleicht beste Saisonleistung.

Im „Abstiegs-Endspiel“ der Handball-Landesliga gelang der zweiten Mannschaft des VfL Gladbeck ein echter Befreiungsschlag: Gegen die Ahlener SG 2 hieß es am Ende nach der wohl besten Leistung in dieser Spielzeit 34:28 (14:14) für die Rot-Weißen.

VfL Gladbeck II – Ahlener SG II 34:28 (14:14)

VfL Gladbeck II: Schmidt, Brandhorst (8/2), Möllensiep (2), J. Dommann (9/1), Kupries (6), Friemel (1), Weinhold (5), Steinbach (3), Wieck.

Bissig, aggressiv, leidenschaftlich gingen am Samstagnachmittag in der Riesener-Halle die Gastgeber in die eminent wichtige Partie und überraschten so die Ahlener gehörig. Bezeichnend, dass SG-Trainer Szymanski bereits nach sechs Minuten die Auszeit nahm. In der Folge fanden sich die Gäste, hielten dagegen und verunsicherten die Gladbecker Zweitvertretung. Am Ende konnten die Rot-Weißen froh sein, nach schwacher Phase zumindest noch ein 14:14 mit in die Pause zu nehmen.

Eine solche Schwächeperiode gab es im zweiten Durchgang nicht mehr. Die Hausherren kämpften leidenschaftlich und lieferten die wohl beste Leistung in dieser Saison ab. Insbesondere der bärenstarke Michael „Schmiddi“ Schmidt im Tor und Kreisläufer Stefan Kupries, für den am Ende sechs Treffer zu Buche standen, zeigten überragende Vorstellungen.

Brockmann ist überrascht

„Ehrlich, mit so einer Leistung hätte ich nicht gerechnet. Ich bin absolut positiv überrascht“, gestand Kai Brockmann, der Trainer der VfL-Reserve, nach dem Spiel. Man müsse dieses Erlebnis als Motivationsschub mit in die nächsten Spiele nehmen, so der Gladbecker Übungsleiter weiter.

Der Sieg gegen die Ahlener Zweite kann für den VfL also nur ein erster Schritt im Kampf um den Klassenerhalt sein – aber ein unglaublich wichtiger.

Quelle: WAZ, Sebastian Himmelseher

Der VfL Gladbeck II kam in der Handball-Landesliga bei der HSG Schalke 04/96 mit 22:41 (10:19) böse unter die Räder. Die Rothemden um Trainer Kai Brockmann mussten stark ersatzgeschwächt antreten und waren deshalb chancenlos.

In der Handball-Landesliga kam die zweite Mannschaft des VfL Gladbeck bei der HSG Schalke 04/96 mit 22:41 (10:19) böse unter die Räder. Die Rothemden um Trainer Kai Brockmann mussten in der Nachbarstadt stark ersatzgeschwächt antreten und waren deshalb chancenlos.

HSG Schalke 04/96 – VfL Gladbeck II 41:22 (19:10)

VfL Gladbeck II: Schmidt, Korona, Brandhorst (3), Nowak (1), Friemel (4), Wieck (3), Günther (2), König (1), Le. Dommann (4/2), Röttinger (4), Janko.

In Klein, Weinhold, Kupries, Möllensiep und Worecki musste Kai Brockmann am Samstagabend im Gelsenkirchener Schürenkamp gleich auf fünf Stammspieler verzichten, vor allem der Rückraum war davon betroffen. Weil Akteure aus dem Drittliga-Aufgebot dieses Mal nicht zur Verfügung standen – das Team von Holger Krimphove spielte parallel in Königshof um wichtige Punkte – wurde der Kader der Reserve mit Aktiven aus der dritten Mannschaft aufgefüllt. Doch gegen den Tabellenvierten der Landesliga reichte das nicht.
Am Anfang gaben die Rot-Weißen dabei noch eine durchaus gute Figur ab. Sie gerieten dann aber durch Gegenstöße schnell und deutlich ins Hintertreffen. Bereits zur Halbzeit stand es 10:19.

Schalke bleibt cool

In Hälfte zwei das gleiche Bild, Schalke blieb cool und hatte keine Probleme mit den ersatzgeschwächten Gästen. 22:41 lautete am Ende aus Gladbecker Sicht das ernüchternde Resultat. Ungeachtet dessen war VfL-Trainer Brockmann nicht allzu enttäuscht. „Ich muss denen, die ausgeholfen haben, ein Kompliment machen. Jeder hat alles gegeben“, so der Coach.

Dennoch bleibt man nach der Niederlage tief im Abstiegssumpf stecken und muss im neuen Jahr vor allem gegen die direkten Konkurrenten punkten, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Quelle: WAZ, Sebastian Himmelseher


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