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Gladbeck. In der Handball-Landesliga bezwang der VfL Gladbeck II den TuS Ickern mit 29:24 (15:10). Damit liegt der VfL im Kampf um den Klassenerhalt auf Kurs.

Die zweite Mannschaft des VfL Gladbeck kann einigermaßen entspannt die Weihnachtsfeiertage genießen. In ihrem letzten Spiel des Jahres bezwangen die Landesliga-Handballer der Rot-Weißen in der Riesener-Halle den TuS Ickern mit 29:24 (15:10). Für die Reserve des VfL war es der vierte Saisonsieg.

David Nowak, der Trainer der Gladbecker, stapfte nach den 60 Minuten gegen den TuS Ickern, der sich im Tabellenmittelfeld etabliert hat, zufrieden Richtung Kabine. „Das war gut“, urteilte der Übungsleiter, dessen Mannschaft in der ersten Halbzeit eine überaus gute Abwehrleistung geboten hatte. Folgerichtig lagen die Gastgeber nach diesem Abschnitt recht deutlich mit 15:10 in Führung.

„Dann haben wir jedoch einmal den Faden verloren“, so Nowak. Sein Team, so der Trainer weiter, habe nach dem Wechsel zunächst ein bisschen zu hektisch agiert. Die Gäste nutzten die Schwächephase der Gladbecker zum Anschluss (17:18, 18:19, 19:20). Der VfL fing sich aber recht bald wieder und schaffte es erneut, sich mit fünf Toren abzusetzen (25:20).

„Wir haben erneut eine kollektiv starke Leistung geboten“, resümierte Nowak. Am nächsten Freitag steigt die mannschaftsinterne Weihnachtsfeier. Die Stimmung dürfte gut sein bei Schlussmann Michael Schmidt & Co. nach zwei Siegen aus den letzten drei Spielen.

David Nowak jedenfalls sieht sein Team im Kampf um den Klassenerhalt auf Kurs: „Wir sind mit acht Punkten durchaus im Soll, obwohl wir im Verlauf der Hinrunde noch zwei, drei Zähler mehr hätten holen können.“ Das Rezept, um den Abstieg zu vermeiden, hatte der Coach der Gladbecker Landesliga-Mannschaft ja bereits unter der Woche im Gespräch mit der WAZ verraten. „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, um die Klasse zu halten.“

Nun, gegen den TuS Ickern hat die Zweite des VfL gewonnen. Und bis zum Saisonende darf die Nowak-Sieben immerhin noch siebenmal in der Riesener-Halle ran.

Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff

RN: TuS Ickern verliert „unglücklich aber verdient“

Die Reserve des VfL Gladbeck musste am zehnten Spieltag die siebte Niederlage der laufenden Spielzeit hinnehmen und bleibt auf dem drittletzten Tabellenplatz. Mit 29:34 unterlagen die Rothemden bei der Ahlener SG II, in dieser Deutlichkeit aber, das stellt VfL-Trainer David Nowak heraus, war die Pleite über weite Strecken nicht abzusehen. Erst in der Schlussphase gewann die Münsterländer die Oberhand. Dennoch: „Wir haben vieles richtig gemacht“, lobte Nowak, der die Situation im Tabellenkeller mit dem nötigen Ernst beobachtet. Auch wenn der PSV Rechlinghausen II und Schlusslicht SG Handball Hamm III vier respektive fünf Punkte Rückstand auf den VfL aufweisen, ahnt Nowak, „dass da unten noch einiges passieren kann“. Schließlich bestehe immer die Möglichkeit, dass besagte Teams mit Spielern aus den Erstmannschaften aufrüsten.

Unabhängig vom Gegner aber macht Nowak auch klar: „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, um die Klasse zu halten.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich schon am kommenden Samstag gegen den Sechsten TuS Ickern. Nowak, der „eine harte Aufgabe gegen eine robuste Mannschaft“ erwartet, hofft auf zwei Siege in den verbleibenden drei Hinrundenspielen. Und darauf, dass der langzeitverletzte Routinier Thomas Worecki sowie der eine oder andere A-Junior mit Doppelspielrecht das Team im neuen Jahr verstärken können.

Gladbeck. Der VfL Gladbeck II feierte in der Handball-Landesliga seinen dritten Saisonsieg. Gegen Tura Bergkamen II setzten sich die Rot-Weißen nach einem 12:16-Rückstand zur Pause noch mit 28:25 durch. Die Mannschaft hat, vor allem nach den Seitenwechsel kollektiv gut gespielt“, so VfL-Trainer David Nowak.

David Nowak, der nach dem überraschenden Rücktritt von Marcel Nichulski die Zweitvertretung des VfL Gladbeck alleine trainiert, war nach der Partie gegen Bergkamen (28:25) voll des Lobes. „Die Mannschaft hat, vor allem nach den Seitenwechsel, kollektiv gut gespielt“, so der 28-Jährige.

VfL Gladbeck II – Tura Bergkamen II 28:25 (12:16).

Der Trainer hatte auch seinen Anteil am Erfolg. Er stellte nämlich im Verlauf der Partie von der 6:0- auf eine 4:2-Deckung um – die Gäste bekamen prompt Probleme. Probleme, die die VfL-Reserve nutzte. Der Rückstand von vier Toren zur Halbzeitpause war schnell aufgeholt. Michael Schmidt im Tor der Gladbecker erwies sich nun als sicherer Rückhalt, außerdem brachten sich die Gäste durch die eine oder andere dumme Zeitstrafe selbst in die Bredouille. Der VfL glich Mitte der zweiten Hälfte aus, ging schließlich in Führung und brachte sie auch über die Zeit.

Dank des dritten Saisonsiegs kletterte die Nowak-Sieben auf den zehnten Tabellenplatz. „Wir wollen die Klasse halten“, betonte der VfL-Trainer, „und das natürlich so früh wie möglich.“ Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Mannschaft im Vergleich zur Begegnung mit Bergkamen „noch ein paar Schüppen drauflegen“. Nowak: „Wenn uns das gelingt und wir unsere Heimspiele gewinnen, sollte es klappen.“

Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff

Etwas ist anders in dieser Saison in den Herrenmannschaften zwei bis vier. Das Training der Zweiten ist weiterhin mit talentierten Jugendspielern voll, aber statt den halben Kader bei den Spielen auf die Tribüne zu setzen, werden die A-Jugendlichen, die noch nicht soweit sind um dort regelmäßig eingesetzt zu werden, in den unteren Klassen Spielpraxis im Seniorenbereich geboten. In offenen Gesprächen der Trainer mit den Jugendlichen wurde dafür gesorgt, dass kein Nachwuchsspieler es als eine Degradierung wahrnimmt, wenn er beispielsweise in der Vierten aufläuft.

Mittlerweile ist den jungen durchaus recht guten Spielern auch bewusst, dass man auch in der 4. Kreisklasse gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller in Bedrängnis gerät, wenn man nicht konsequent sein Spiel macht. Auch das ist ein wichtiger Lerneffekt. Dafür darf man hier natürlich mehr Fehler erlauben ohne dann direkt ausgewechselt zu werden. Selbst nach der fünften vergebenen Torchance beim Gegenstoß wird noch die volle Unterstützung garantiert.

So ist eine gute Atmosphäre insbesondere in den Mannschaften 3 und 4 entstanden. Die A-Jugendlichen gehören vollwertig zur Mannschaft, sind bei sonstigen Unter- nehmungen und Planungen involviert, sie kommen auch gerne Freitagabend zum Training um gemeinsam als Mannschaft Spielzüge auszuprobieren und sich auf der Platte kennenzulernen.

Daher startete sicherlich die Saison der Vierten relativ erfolgreich. Nach den ersten sechs Spieltagen verzeichnete man 4 Siege und 2 Niederlagen. Am siebten Spieltag empfingen die Rothemden den CVJM Gelsenkirchen in der Riesen Halle.

Von der ersten Minute an ging man beherzt und gleich sofort zur Sache, schnell führte die Heimmannschaft 10:4 (13. Minute) und 16:6 (20.). In der vergangenen Saison verfiel man bei so einem Spielstand stets in einem Loch und baute den Gegner unnötig auf. In diesem Spiel war ein vermeintliches Nachlassen vielleicht nur daran festzumachen, dass man bis zum 21:11 (29.) nicht noch weiter davonzog. Mit einem 22:11 ging es dann in die Kabine.

Sebastian Todt, der nach Gladbeck als Spielertrainer zurückgekehrte Linksaußen, wechselte kräftig durch, achtete aber darauf, dass die Mannschaft stabil blieb. Natürlich schalteten die VfLer einen Gang zurück, blieb aber meist sehr konzentriert bei der Sache. CVJM kam dann zwar dreimal zu Gegenstößen, zwei davon vereitelte der in glänzender Form befindende Dominik Kubitza – auch ein erst 17-jähriger A-Jugendlicher – im Gladbecker Kasten. Ansonsten stand auch die Abwehr sehr gut und ließ nur sechs Gegentore zu. Am Ende stand ein nie gefährdeter 37:17-Sieg auf der Anzeigetafel.

Für den VfL spielten: Dominik Kubitza – Jan Beckmann, Thorsten Dommann, Maximilian Heix, Leon Kalhoefer, Lars Keller, Hayato Kunigo, Tim Luebbe, Jannick Prass, Lukas Scheffczyk, Christian Todt, Sebastian Todt, Bernd Vonnemann, Dominik Wischnewski

Quelle | Hayato Kunigo

VfL-Gladbeck-Trainer Marcel Nichulski erklärt im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Philipp Ziser, wie die Mannschaft die Herbstferiengenutzt hat, wie sich die Personalsituation entwickelt hat und warum der Saisonstart trotz drei Niederlagen aus vier Spielen kein Fehlstart war.

Nach vier Spieltagen steht der VfL Gladbeck II in der Handball-Landesliga in Nähe der Abstiegsränge. Am Wochenende ist der HSV Herbede zu Gast, der eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen hat. VfL-Trainer Marcel Nichulski erklärt im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Philipp Ziser, wie die Mannschaft die Herbstferiengenutzt hat, wie sich die Personalsituation entwickelt hat und warum der Saisonstart trotz drei Niederlagen aus vier Spielen kein Fehlstart war.

Herr Nichulski, vor drei Wochen hielt Ihre Mannschaft beim Spitzenteam FC Schalke 45 Minuten lang gut mit, brach dann aber ein. Auch, weil Sie nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung hatten. Hat sich die Lage entspannt?

Leider nicht wirklich. Thomas Worecki wird uns noch langfristig fehlen, dazu muss ich gegen Herbede wieder einige berufsbedingte Ausfälle kompensieren. Unser Abwehrchef und Kreisläufer Marc Kedzierski soll vor dem Spiel am Samstag wieder ins Training einsteigen – ob er dann spielen kann, werden wir kurzfristig sehen. Wir werden zwar mit dem besten antreten, was wir haben, das ist aber sicher nicht die Bestbesetzung, die der Kader hergibt.

Nach der Niederlage gegen Schalke hatten Sie zuletzt zwei Wochen keine Spiele – wie haben Sie die Zeit genutzt, wie lautet ihr Fazit?

Wir haben natürlich an unseren Defiziten in der Abwehr gearbeitet, haben auch konditionell einiges getan. Aufgrund der Ausfälle wegen des Berufs oder wegen Verletzungen lief es aber natürlich alles andere als optimal.

Wie ist die Stimmung im Team, nachdem die Mannschaft drei Wochen lang die Neun-Tore-Niederlage gegen Schalke im Kopf hatte?

Die Stimmung im Team ist gut. Auch wenn wir das Spiel verloren haben, haben wir da eine ordentliche Leistung gezeigt, daran anzuknüpfen muss unser Ziel sein. Schalke 04 ist eine Mannschaft, die ein ganz anderes Niveau hat als die meisten anderen Mannschaften – mit Schalke sind nicht viele Teams in dieser Liga zu vergleichen.

Der HSV Herbede wohl schon eher, womit wir beim nächsten Gegner wären – was erwarten sie von Herbede, wie haben Sie die Mannschaft vorbereitet?

Ich kenne die Mannschaft selber nicht, habe mich aber mit meinem Partner David Nowak ausgetauscht. Wir haben uns ein paar Dinge überlegt, um beide Punkte in unserer Halle zu behalten. Die will ich jetzt aber noch nicht verraten.

2:6 Punkte, Platz 10 von 14 Teams – wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Ergebnissen?

Ich kann nicht meckern. Wir hatten starke Auftaktgegner, von daher bin ich recht zufrieden. Ein Punkt mehr hätte uns vielleicht ganz gut gestanden, aber mit Hamm III haben wir den einzigen Gegner geschlagen, der bislang unser Kaliber war. Die anderen Punkte waren nicht zu holen und auch nicht eingeplant. Es gilt es weiterhin, schnellstmöglich Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Ist das Spiel gegen Herbede schon richtungsweisend? Die stehen zwei Punkte und zwei Plätze vor Ihnen…

Vom Tabellenstand her auf jeden Fall, ja. Bei einer Niederlage müssen wir uns nach unten orientieren. Wenn wir mit der Einstellung wie gegen Schalke antreten, können wir die Punkte aber in Gladbeck halten. Wir wollen, trotz der personell schwierigen Situation unbedingt gewinnen, um uns im Mittelfeld zu sichern. Jeder Punkt gibt Sicherheit, und es wenn es dann irgendwann läuft, dann läuft es.
Quelle | WAZ, Philipp Ziser

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten brachten keinen verdienten Sieger hervor.

Die Vierte hatte am vergangenen Sonntag (27.4.) zum Derby gegen die Germanen in die Riesener Halle geladen. Beide Mannschaften boten einen ordentlich bestückten Kader auf und gingen entsprechend motiviert die Sache an.
Die ersten vier Minuten gestalteten sich schwerfällig; die VfL-Abwehr stand äußerst effektiv, stellte den Kreisläufer der Germanen, der alle VfLer um mindestens einen Kopf überragte, zu und machte beim Herauslaufen auf die Rückraumspieler kaum Fehler. Leider ließ man die Chancen im Angriff auch liegen, so dass das erlösende 1:0 erst nach vier Minuten fiel. Es folgten gut 20 Minuten, in denen die Rothemden den Handball demonstrierten. Vorne wartete man geduldig auf gute Abschlussmöglichkeiten, hinten ließ die Abwehr niemanden durch und die Würfe der Germanen aus dem Rückraum bereitete dem Keeper Timo Lampatz keine Probleme. So kassierte man erst in der 19. Minute das zweite Gegentor zum 9:2. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit gestaltete sich eher ausgeglichen, so dass die Mannschaften mit einem 13:6 in die Kabinen ging.

Trainer Markus Fix lobte seine Truppe in der Halbzeitpause, mahnte aber seine Jungs an und forderte weiter die Konzentration hochzuhalten und bloß nicht nachzulassen.
Doch genau das Gegenteil passierte nach dem Wiederanpfiff. Die Germanen hatten ihr Angriffsspiel etwas umgestellt, womit die VfL-Abwehr völlig auseinanderzubrechen schien. Zusätzlich verlor man im Angriff leichtfertig die Bälle, selbst einfache Pässe zum Tempogegenstoß landeten zum Teil im Nirvana. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Germanen Tor für Tor heran, was auch für Nervosität im Angriff sorgte und zu übereilten Abschlussversuchen führte. Kurzum, alles, was in der ersten Halbzeit richtig gemacht wurde, machte die Mannschaft kollektiv falsch.
So kam es in der 55. Minute zum 18:18 Ausgleich, auf dem noch das 19:18 und das 19:19 folgten. In den letzten zwei Minuten hatten beide Mannschaften einige Gelegenheiten zum Siegtor, aber es fehlte nun auf beiden Seiten die Geduld. Am Ende war somit das Unentschieden absolut gerecht.

Obwohl die Moral der Germanen jeden Lob verdient hat, muss sich die Heimmannschaft selbst an ihre eigene Nase fassen, denn nur durch ihre Nachlässigkeiten baute man den Gegner unnötigerweise auf.
Kommentar des Trainers: „Mit der ersten Halbzeit bin ich mehr als zufrieden, ich war selbst überrascht über die Leistung meiner Mannschaft. Mit der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel selbst weggegeben. 19 Gegentore in einem Spiel und selbst die 13 in einer Halbzeit finde ich noch okay, aber so ein Spiel muss man gewinnen. Insbesondere ärgert mich, dass die Abschlussschwäche nicht durch eine bessere Abwehrleistung der Gegner zustande kam, sondern weil wir plötzlich keine vernünftigen Pässe mehr hinbekommen haben.“

Für den VfL spielten: Timo Lampatz – Florian Sprenger, Georg Rupieper, Max Heix, Hayato Kunigo, Viktor Dziabel, Chris Lübbe, Tim Lübbe, Christian Fox, Thorsten Dommann, Bernd Vonnemann

 

Ein aktueller Bericht über die Vierte wurde eine Zeitlang vermisst. Jetzt geht es mit dem Rückrundenspiel gegen die Zweitvertretung des TV Germania Hüllen wieder weiter…

Am Freitagabend waren also die Germanen aus Hüllen zu Gast in der Riesener-Halle, die in Unterzahl antraten. Damit galten die Gladbecker als klarer Favorit.

Trainer Markus Fix schickte zu Beginn der Partie die junge Garde, die allesamt eigentlich in der dritten Mannschaft spielen, auf die Platte; lediglich Torhüter Timo Lampatz gehörte regulär der Vierten an. Damit sollte schon von Anfang an für klare Verhältnisse gesorgt werden, aber durch Nachlässigkeit und Unkonzentriertheit gestaltete sich in den ersten Minuten ein ausgeglichenes Spiel (2:2 nach 5 Minuten). Danach konnten die Rothemden in erster Linie durch Viktor Dziabel, der ausnahmsweise nach belieben traf, sich etwas absetzen. Nach und nach brachte Fix einige Spieler der Vierten ins Spiel und erstaunlicherweise kamen so die Gladbecker besser ins Spiel (Halbzeitstand 18:7).

Nachdem Seitenwechsel wurde die Abwehr streckenweise löchrig, so dass Hüllen zu weiteren 10 Toren kam. Doch deren nachlassende Kraft und die vorhandenen Räume spielten den Außenspielern Thorsten Dommann und Hayato Kunigo in die Karten, die immer wieder zu Torabschlüssen kamen. Das Tor des Tages erzielte Kreisläufer Florian Duscha mit einem 32-Meter-Wurf, der als Gegenstoßpass für den gestarteten Chris Lübbe gedacht war, der wiederum aber den Ball nicht mehr erreichen konnte; stattdessen landete der Ball dann direkt ins gegnerische Tor. Am Ende des recht fairen Spiels stand ein deutliches 38:17 auf der Anzeigetafel.

Nach dem Abpfiff beklagte auch der Trainer der Dritten, Jan Kischkel, die bescheidene Leistung seiner Schützlinge in der Anfangsphase, aber insgesamt blieb die Stimmung im Gladbecker Lager nach dem Sieg natürlich gut.

Für den VfL spielten: Timo Lampatz – Florian Bonz, Lennart Dommann, Thorsten Dommann, Florian Duscha Viktor Dziabel, Christian Fox, Leon Kalhöfer, Hayato Kunigo, Chris Lübbe, Tim Lübbe, Lukas Scheffczyk

Quelle | Hayato Kunigo

Am Sonntag Abend hatte unsere VfL Drittvertretung den Namensvetter aus Bochum zu Gast. Schon in der Anfangsphase sorgten die Gladbecker dabei scheinbar für klare Verhältnisse und gingen bereits nach etwas mehr als zehn gespielten Minuten nach zwischenzeitlichem 7:6 mit 9:6 in Führung. Dies veranlasste den Gästetrainer zur ersten Auszeit, aber es zeigte quasi keine Wirkung.

Die Gladbecker Offensive konnte immer wieder gute Angriffe fahren und die Führung weiter ausbauen, obwohl einige Großchancen leichtfertig vergeben wurden. In der Abwehr arbeitete man meistens sehr konzentriert und ging beherzt aber dennoch fair zu Sache. Alles, was diese rote Wand durchbrach, hielt der im gesamten Spiel hervorragend aufgelegte Jan Sporkmann im Tor. Selbst Gegenstöße und Abpraller, die bei den Bochumern landeten, parierte er glänzend. So waren die gegnerischen Spieler in der Endphase der ersten Halbzeit demoralisiert, was auch deutlich an deren Körpersprache zu sehen war. Nach 30 Minuten hieß es 15:6.

Eigentlich war das Spiel gelaufen, aber der Bochumer Coach schien die richtigen Töne in der Kabine getroffen zu haben; gleichzeitig spielte die Lässigkeit der Gladbecker ihnen in die Karten.

Nachdem in der ersten Minute des zweiten Durchgangs jede Mannschaft einmal getroffen hatte, folgte eine 17-minütige (!) Durststrecke der Rothemden. Nach 48 Minuten stand es 16:14 und die Bochumer bekamen folgerichtig Oberwasser. Dass das Spiel nicht schon längst gedreht war, verdankte die Kischkel-Sieben einzig und allein Sporkmann, der weiterhin sensationell hielt; mehrere freie Würfe vom Kreis, Gegenstöße und sogar ein Siebenmeter konnte er vereiteln. Kischkel nahm eine Auszeit und forderte seine Spieler auf doch endlich wieder Handball zu spielen. Am Ende stand ein 22:18 auf der Anzeigetafel.

Da am Vortag TV Germania Hüllen bereits gegen TV Wattenscheid 01 verloren hatte, war somit der Klassenerhalt bei noch vier ausstehenden Spieltagen bereits gesichert. Daher war Trainer Jan Kischkel trotz der Schwächephase seiner Mannschaft nicht so streng mit seinen Spielern. Mit einem Lächeln kommentierte er nur kurz und knapp: „Hauptsache gewonnen, egal wie.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Quelle | Hayato Kunigo

Egal ob am Meer, in den Bergen oder einer großen Stadt - Wenn am nächsten Wochenende die Sommerferien starten sind auch wieder viele VfL-Jugendhandballer unterwegs... Und auch in diesem Jahr erwarten wir wieder Eure Urlaubsgrüße!

Egal ob am Meer, in den Bergen oder einer großen Stadt – Wenn am nächsten Wochenende die Sommerferien starten sind auch wieder viele VfL-Jugendhandballer unterwegs… Und auch in diesem Jahr erwarten wir wieder Eure Urlaubsgrüße!

RECKLINGHAUSEN. Sieben Punkte aus 15 Partien: Den Saisonverlauf hat sich die Zweitvertretung des HTV 95/28 eigentlich anders vorgestellt. Viele knappe Spiele mussten die „Ludwiger“ zu Saisonbeginn abgeben, fanden aber zur Winterpause besser in die Spur und holten auch wichtige Zähler im Abstiegskampf. Der Weg für die Mission Klassenerhalt war eigentlich geebnet. Es folgte der Schock.

Folgenschwere Fehleinschätzung: Kevin Polnik (M.) pendelte trotz seiner 22 Jahre weiterhin (verbotenerweise) zwischen den HTV-Teams hin und her. -Foto: Korte

Plötzlich waren alle Punkte futsch: Das war das Ergebnis einer Passkontrolle, die von einem Konkurrenten im Abstiegskampf angeordnet wurde. Der HTV  II nutzt wie viele Vereine die U21-Regelung in der Spielordnung, die es Spielern erlaubt, bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres nicht „festgespielt“ zu sein. Regelmäßiger Nutznießer dieses Passus ist Kevin Polnik, der seit seiner Zeit in der A-Jugend Spieltag für Spieltag in beiden Seniorenteams aufläuft. Die Crux: Polnik hat mittlerweile 22 Lenze auf seinen schmalem Buckel.

Das wäre der Konkurrenz zunächst nicht aufgefallen: Denn in bereits erwähnter angeordneter Passkontrolle galt eigentlich das Hauptaugenmerk Björn Franke. Der 30-Jährige, Hauptbestandteil des Bezirksliga-Teams, setzte aber die geforderten zwei Partien „oben“ aus, leitete den Fokus der Prüfung allerdings auf Polnik, der in der ersten Mannschaft entgegen der vorherigen Auffassung des HTV als festgespielt gilt.

„Ich war mir zu hundert Prozent sicher, dass die U21-Regel für Kevin noch gilt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende – und selbst Spieler sowie Schiedsrichter – Michael Schiwek. Die bittere Konsequenz: Alle Spiele, in denen Kevin Polnik für die Zweitvertretung aufgelaufen war, wurden kurzerhand gegen den HTV II gewertet, wodurch die Bezirksliga-Reserve nun mit null Punkten am Ende der 1. Kreisklasse geführt wird.

Schuld daran ist ein Zusatz zu der Spielordnung, die den 1. Juli als Stichtag vorgibt. Polnik wurde bereits im vergangenen November 22 Jahre alt. „Die Regel mit dem Stichtag ist sehr komplex dargestellt und erst in einem Kommentar zu dem Paragraphen der Spielordnung zu finden“, erklärt Schiwek.

Aufgeben ist für den HTV II aber keine Option. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“ fuhr die Mannschaft am vergangenen Spieltag beim 22:21-Erfolg über die HSG Gelsenkirchen II die ersten regulären Punkte ein. Dafür hatte der HTV II mächtig Routine aufgefahren: So liefen unter anderem Schiwek und Bezirksliga-Trainer Andreas Gutzeit in der Ludwiger Zweitvertretung auf. „Es war der Fehler von uns, des Vorstands, und ich bin froh, dass die Spieler das so gut aufgenommen haben und keiner direkt samt Tasche die Halle verlassen hat“, gesteht Michael Schiwek ein. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt momentan sieben Punkte.

Im kommenden Spieljahr bahnt sich allerdings schon wieder eine Änderung der U21-Regel an. Dann können die Landesverbände selbst über die Auslegung entscheiden. „Ich finde die Regel überflüssig. Eher bin ich froh, dass junge Leute, ob 21 oder 22 Jahre alt, ihre Wochenenden auf dem Spielfeld verbringen wollen“, sagt Michael Schiwek.

 

Quelle | Recklinghäuser Zeitung, Fabian Hollenhorst


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