01. Sep. 2016
„Sowas spornt die Jungs nur an“
Trainer Sven Deffte und Abteilungsleiter Tim Deffte machen sich um ihre VfL-Handballer eine Woche vor dem Saisonstart überhaupt keine Sorgen. Freitag Generalprobe in Rheinhausen gegen den Regionalligisten HC Wölfe Nordrhein.
Am Freitagabend kann Trainer Sven Deffte noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen seine Mannschaft unter die Lupe nehmen. Handball-Oberligist VfL Gladbeck bestreitet um 20.15 Uhr beim HC Wölfe Nordrhein das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart am 10. September beim VfL Eintracht Hagen II.
Der als OSC Rheinhausen bekannte Gegner war in der vergangenen Saison Neunter der Oberliga Niederrhein, spielt aber nun in der neu geschaffenen Regionalliga Nordrhein. Keine leichte Aufgabe, zumal beim VfL einige Spieler fehlen. Neben Max Krönung, der sich Anfang Juni bei der Polizei-Europameisterschaft einen Kreuzbandriss zugezogen hat, fällt mit Thorben Mollenhauer ein zweiter VfL-Torjäger aus. Allerdings aus beruflichen Gründen nur für ein Spiel.
Andere Spieler können sich beweisen
Im Test bei den Wölfen können sich nun also andere Spieler beweisen. „Wir werden die Ausfälle schon kompensieren. Jetzt müssen halt andere zeigen, dass sie in der Vorbereitung einen Schritt gemacht haben“, sagt Sven Deffte, der zudem auf Mats Pfänder verzichten muss. Der Neuzugang hatte sich in der Vorbereitung einen Nasenbeinbruch zugezogen.
Sven Deffte ist mit der Vorbereitung zufrieden. Doch das alles zählt nicht mehr, wenn die Oberliga-Saison gestartet ist. Nach der Partie in Hagen hat der VfL Gladbeck „fünf bis sechs Gegner, die in der Liga oben zu erwarten sind“, wie der Coach sagt. „Nach vier Spieltagen werden wir wohl schon sehen, wo die Reise hingehen wird.“
Dass Oberliga-Konkurrent HSG Gevelsberg/Silschede die Gladbecker zu den gefährdeten Mannschaften in der Liga zählt, interessiert den Trainer dabei überhaupt nicht. „Nur weil ein Leistungsträger fehlt? Man spricht ja dadurch den anderen die Stärke ab“, sagt Sven Deffte. „Ich denke, sowas spornt die Jungs nur an.“
Auch Tim Deffte, der Abteilungsleiter der VfL-Handballer teilt die Meinung des Kontrahenten nicht. „Wir sind Vizemeister in der Oberliga geworden. Wir haben eine überragende Saison gespielt und mussten uns erst am letzten Spieltag geschlagen geben“, sagt Tim Deffte. Und er ergänzt forsch: „Wir sind ein Vizemeister mit Perspektive.“
Der Altersdurchschnitt der ersten Mannschaft des VfL Gladbeck liegt nur knapp über 23 Jahre. Felix Brockmann – „ein guter Mann mit Perspektive“, wie Tim Deffte sagt – ist 19 Jahre alt, Alexander Kramer 18. Er wurde von der zweiten in die erste Mannschaft hochgezogen. Mats Pfänder ist sogar erst 17 Jahre alt. Er ist mit einem Zweitspielrecht ausgestattet und spielt auch noch für die A-Jugend der DJK Oespel-Kley. Auch der 17-jährige Fynn Blißenbach ist ein Junge mit Perspektive, der behutsam aufgebaut werden soll und vorrangig in der zweiten Mannschaft spielen soll. Tim Deffte: „Wir haben eine junge Mannsc
haft. Man muss sehen, wie wir in die Saison reinkommen. Daher werden wir auch kein Ziel ausgeben.“
Quelle | WAZ, Stefan Andres
31. Aug. 2016
Wir sind Abstiegskandidat !
Ist der VfL Gladbeck ein Abstiegskandidat?
Gladbeck/Gevelsberg. Die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck werden im Hallenheft ihres Ligarivalen HSG Gevelsberg-Silschede zu den Abstiegskandidaten gezählt.
Im Hallenheft des Handball-Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede findet sich eine ausführliche Vorschau auf die am Samstag, 9. September, beginnende neue Saison. Die Gevelsberger gehen von einer Vier-Klassen-Gesellschaft aus, bestehend aus drei Favoriten, drei Verfolgern, drei Sorgenlosen und vier Wackelkandidaten. Den VfL Gladbeck ordnen die Gevelsberger wie auch die Sportfreunde Loxten, den VfL Viktoria Mennighüffen und den OSC Dortmund den Wackelkandidaten zu.
Tim Deffte überrascht

Tim Deffte
Näher begründet wird das nicht, zwischen den Zeilen indes ist herauszulesen, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Torjäger Max Krönung für die HSG-Experten wohl der Grund ist, die Rot-Weißen, die in der vergangenen Spielzeit bekanntlich Vizemeister waren, als Abstiegsaspirant zu handeln. Tim Deffte, der Leiter der Handball-Abteilung des VfL, kommt in dem Ausblick unter anderem mit folgender Aussage zu Wort. „Wir sind Wackelkandidat? Da bin ich aber mal gespannt.“ Und weiter: „Wir sind in der Breite gut besetzt und haben uns mit Christoph Enders vom MTV Rheinwacht Dinslaken am Kreis noch einmal verbessert.“ Tim Deffte erwähnt des Weiteren den Rückraumlinken Dustin Dalian, der sich in der Vorbereitung in starker Verfassung präsentiert habe, und die beiden Youngster Alexander Kramer sowie Felix Brockmann. Tim Deffte: „Nach der Vizemeisterschaft geben wir in dieser Saison kein Ziel aus. Die Mannschaft soll ihre positive Entwicklung fortsetzen, wir wollen so erfolgreich wie möglich spielen. Favoriten sind andere.“
Spenge gilt als Top-Favorit
Für die Fachleute der HSG Gevelsberg-Silschede ist der TuS Spenge übrigens Aufstiegsaspirant Nummer eins, zu den Mitfavoriten zählen sie die SG Menden Sauerland Wölfe und die HTV Sundwig-Westig. Als Verfolger haben sie die HSG Augustdorf/Hövelhof, TSG A-H Bielefeld und LiT Tribe Germania (früher: LIT-Handball) auf dem Zettel und als „die Sorgenlosen“ den Soester TV und die Zweitmannschaften des VfL Eintracht Hagen und der SG Handball Hamm.
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
24. Aug. 2016
Tim Deffte: „Aus Gladbeck für Gladbeck“
Gladbeck. Die Handballer des VfL Gladbeck wollen sich stärker als bisher in der Öffentlichkeit präsentieren und neue Fans und Unterstützer gewinnen.
Die Handballer des VfL Gladbeck wollen sich in Zukunft stärker als bisher in der Öffentlichkeit präsentieren und auf diesem Weg neue Fans und Unterstützer gewinnen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, bei uns bieten Jungs von nebenan richtig guten Sport“, betont Tim Deffte, der Leiter der VfL-Handballabteilung.
„Wir“, sagt Deffte, „haben eine gute Geschichte zu erzählen.“ Ihm ist dabei der lokale Aspekt ganz besonders wichtig: „Wir bieten ein Produkt für Gladbeck, das aus Gladbeck kommt.“ In diesem Zusammenhang verweist er auf Spieler wie Thorben Mollenhauer, Marcel Giesbert, Pascal Kunze, Dustin Dalian und Freddy Steinbach, die allesamt aus der eigenen Nachwuchsabteilung stammen. Und er verweist auf die nächste Generation, also auf die drei Youngster Alexander Kramer, Felix Brockmann und Fynn Blißenbach. Tim Deffte hätte auch noch den Trainer erwähnen und sich selbst nennen können. Denn die Deffte-Brüder Sven und Tim stammen ja ebenfalls aus Gladbeck.
Zu der „guten Geschichte“ die der VfL erzählen könne, gehöre auch die über die Mannschaft, die in der Riesener-Halle fast immer mit Herz und Hingabe kämpfe. „Ich glaube, in der vergangenen Saison ist bei Heimspielen keiner unserer Anhänger enttäuscht worden“, so Tim Deffte.
Erste Erfolge haben sich dank der Initiative bereits eingestellt: Mehrere neue Sponsoren konnten die Rot-Weißen für sich gewinnen, darunter auch ein Unternehmen, das in der Meisterschaftsrunde 2016/2017 auf den Hosen des VfL werben wird. Bei den neu gewonnenen Unterstützern handelt es sich übrigens nahezu ausschließlich um lokale Unternehmen. Tim Deffte wertet dies als „Bekenntnis der Gladbecker Wirtschaft zum VfL“.
Förderung des Nachwuchses
Hauptsponsor der Handballabteilung ist und bleibt aber die Emscher Lippe Energie GmbH (ELE). Der Chef der VfL-Handballer betont: „Ohne die ELE wäre das, was wir leisten, nicht möglich. Sie ist ein riesen Unterstützer.“ Tim Deffte und seine Mitstreiter freuen sich grundsätzlich aber über jede Hilfe: „Auch kleine Sachen helfen uns ungemein.“ Investiert werden solle unter anderem in die Infrastruktur und in die seit einigen Jahren wieder sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit.
An einer Schraube wird zur Saison 2016/2017 nicht gedreht. „Die Eintrittspreise“, betont Tim Deffte, „bleiben unverändert.“ Nach wie vor zahlen Erwachsene acht Euro an der Abendkasse der Riesener-Halle, Studenten, Azubis und Schüler ab 18 Jahren sechs sowie Kinder ab zwölf Jahren vier Euro. Etwas teurer werden in der neuen Saison allerdings die Dauerkarten. Sie kosten nunmehr 85, 65 bzw. 40 Euro. Wer ein Saisonticket erwirbt, spart 19, 13 bzw. zwölf Euro. Die Dauerkarten sind beim ersten Oberliga-Heimspiel des VfL gegen den Soester TV am Samstag, 17. September, in der Riesener-Halle erhältlich.
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
16. Aug. 2016
Enders spricht schon wie ein VfL-er
Gladbeck. Christoph Enders ist vom MTV Rheinwacht Dinslaken zum Handball-Oberligisten VfL Gladbeck gewechselt. Der Kreisläufer fühlt sich bereits heimisch.
„Ich habe mich sofort heimisch gefühlt.“ Das sagt Christoph Enders, der neue Kreisläufer des Handball-Oberligisten VfL Gladbeck. Der 26-jährige Zugang des MTV Rheinwacht Dinslaken hat früher bereits mit dem einen oder anderen VfL-er zusammengespielt. Außerdem hat er immer mal wieder etwas mit der Gladbecker Mannschaft unternommen. „Ich habe nicht wirklich das Gefühl, ein Neuzugang zu sein“, so Enders weiter.
Saisonfinale im Autoradio verfolgt
Weil man sich kannte, hatte Tim Deffte in der Vergangenheit schon ein paar Mal den Versuch unternommen, Christoph Enders an die Schützenstraße zu lotsen. Es passte jedoch irgendwie nie. Im vergangenen Januar unterhielten sich der damalige Sportliche Leiter des VfL (und heutige Leiter der Handball-Abteilung) und der Kreisläufer ein weiteres Mal. Und siehe da, dieses Mal stand einem Wechsel von Enders nach Gladbeck nichts im Wege.
Als Enders zusagte, durften die Rot-Weißen noch auf den Aufstieg in die Dritte Liga hoffen. Bekanntlich waren sie in der Winterpause Tabellenführer der Oberliga Westfalen. Ist Enders enttäuscht, dass das Team den Sprung letztlich doch nicht geschafft hat? „Nein. So eine Rückrunde ist schließlich lang und ich wusste, dass der VfL schon das Hinspiel gegen Ahlen verloren hatte.“ Der Kreisläufer verfolgte das alles entscheidende Saisonfinale der Rot-Weißen gegen Ahlen nach einem eigenen Spiel mit dem MTV Rheinwacht Dinslaken übrigens im Autoradio – und zwar auf dem Weg nach Gladbeck. In der Riesener-Halle angekommen, musste Christoph Enders seine zukünftigen Mannschaftskameraden erst einmal trösten.
Die Oberliga Westfalen ist für Enders Neuland. Der aus Dinslaken stammende Handballer war nämlich bislang stets für Niederrhein-Klubs am Ball. „Ich kenne ein oder zwei westfälische Mannschaften aus Testspielen“, so der Kreisläufer, der jedoch von seinen neuen Teamkollegen, Trainer Sven Deffte und Tim Deffte schon so einiges über diese leistungsstarke und überaus ausgeglichene Spielklasse, in der jeder jeden schlagen kann, gehört hat.
Teamgedanke steht im Vordergrund
Oben mitspielen möchte Enders in der am 10. September beginnenden Saison. Dass das ohne Torjäger Max Krönung, der nach seinem Kreuzbandriss frühestens in der Rückrunde wieder zur Verfügung steht, nicht leicht wird, ist dem 26-Jährigen durchaus bewusst: „Wir müssen die Hinrunde ohne Max meistern, ich denke, wir können das schaffen. “ Er verweist auf die Vorbereitung, in der sich die Mannschaft nach dem schleppenden Start beim Turnier in Ratingen zuletzt zu steigern wusste, und auf die Leistungen von Dustin Dalian: „Dustin macht das sehr gut.“ Enders setzt aufs Team und klingt wie ein Ur-Gladbecker, wenn er sagt: „Es geht nur über die mannschaftliche Geschlossenheit.“
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
15. Aug. 2016
Janus meldet sich schon wieder zurück
Gladbeck. Handball-Oberligist VfL Gladbeck kann zum Saisonstart doch mit Sebastian Janus planen. Der Kreisläufer gab beim ELE-Cup bereits wieder sein Comeback.
Entwarnung im Fall Sebastian Janus: Der Kreisläufer der Oberliga-Handballer des VfL, der infolge eines Knorpelschadens im Knie auf unbestimmte Zeit auszufallen drohte, meldete sich beim Turnier um den ELE-Cup schon wieder zurück. „Ich bin in Iserlohn von einem Spezialisten untersucht worden, er hat gesagt, dass ich spielen kann“, so Janus.
Enders verletzt sich an der Hand
Er werde nun gucken, wie sich alles entwickele. Außerdem wird der 26-Jährige in dieser Woche eine Physiotherapie beginnen und regelmäßig Stabilisationsübungen für sein Knie absolvieren. Beim ELE-Cup in der Riesener-Halle bestritt Janus die zweite Partie für den VfL Gladbeck. Der Kreisläufer steuerte bei der 36:40-Niederlage gegen den Drittligisten SG Ratingen vier Treffer bei.
Den Turniersieg sicherte sich der Ratinger Ligakonkurrent TV Korschenbroich, der sowohl das Auftaktspiel gegen Gastgeber VfL Gladbeck (24:23) als auch den Vergleich mit Ratingen (25:23) gewann. Erneut mussten die Gladbecker einen Ausfall verkraften: Kreisläufer Christoph Enders zog sich in der Begegnung mit Korschenbroich eine Verletzung an der rechten Hand zu.
Sven Deffte, der Trainer des VfL Gladbeck, war nicht 100-prozentig einverstanden mit den Vorstellungen seiner Mannschaft gegen die klassenhöher spielenden Konkurrenten. „Phasenweise“, so der Übungsleiter der Rot-Weißen, „war ich sehr zufrieden, phasenweise war ich aber auch nicht zufrieden. Wir hätten beide Partien gewinnen können.“
Die Begegnung mit Korschenbroich hätte der VfL eigentlich sogar gewinnen müssen. Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit (8:14) fanden die Gladbecker im zweiten Abschnitt zu ihrem Rhythmus. In der 43. Minute schafften die Gastgeber erstmals den Anschluss (16:17), wenige Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Doch vier Sekunden vor dem Ende traf Korschenbroich noch zum Sieg.
Blißenbach zeigt klasse Leistung
„In diesem Spiel haben wir viel zu viele 100-prozentige Chancen vergeben“, kritisierte Sven Deffte. Stimmt. Sage und schreibe 13 Hochkaräter hatten die Gladbecker ungenutzt gelassen. Erfolgreichster Schütze des VfL war mit sieben Treffern der erneut stark spielende Rückraumlinke Dustin Dalian.
Auch gegen die Ratinger SG bot der VfL zunächst keine gute Leistung. Folgerichtig hieß es nach 30 Minuten aus Sicht der Deffte-Sieben 17:21. Zu Beginn der zweiten Halbzeit baute der Gast seine Führung zwischenzeitlich sogar auf sieben Treffer aus (27:20, 28:21). Die Rot-Weißen bewiesen in der Folge aber Kampfgeist und sehr viel Moral. Innerhalb von nur zehn Minuten schafften sie den Ausgleich (31:31). Diese Aufholjagd hatte jedoch jede Menge Kraft gekostet, so dass sich die SG Ratingen in der Schlussphase wieder absetzen und die Partie gewinnen konnte.
Im zweiten Abschnitt machte vor allem der Gladbecker Youngster Fynn Blißenbach mit vielen starken Szenen und nicht weniger als fünf Toren auf sich aufmerksam. „Fynn“, lobte Sven Deffte den A-Jugendlichen, „hat ein riesen Spiel gemacht.“ Bester VfL-Schütze in der Partie war Thorben Mollenhauer. Dem Kapitän glückten sechs Treffer.
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
07. Aug. 2016
VfL Gladbeck gewinnt überraschend Turnier in Leichlingen
Gladbeck/Leichlingen. Die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck haben das Turnier um den Pirates-Cup in Leichlingen gewonnen. Im Finale bezwang der VfL Drittligist SG Ratingen mit 25:16.
Die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck haben völlig überraschend das Turnier um den Pirates-Cup des Leichlinger TV gewonnen. Im Finale besiegten die Rot-Weißen den Drittligisten SG Ratingen klar und deutlich mit 25:16.
Das Endspiel war eine überaus eindeutige Angelegenheit. Sven Deffte, der Trainer des VfL, kommentierte nach dem unerwarteten Turniersieg: „Kompliment an meine Mannschaft. Auf die Leistungen, die wir in Leichlingen geboten haben, können wir aufbauen. Wir können aber unser gutes Abschneiden ebenso einordnen wie das schwache in Ratingen am Wochenende davor.“
Büttner beschert den Finaleinzug
Den Einzug ins Finale hatten sich die Gladbecker durch einen Erfolg nach Siebenmeterschießen über Gastgeber Leichlinger TV gesichert. Nach zweimal 20 Minuten hatte es 24:24 gestanden. Zur Erinnerung: Der LTV war in der vergangenen Saison in der Dritten Liga West Meister geworden, hatte auf den Aufstieg in Liga zwei jedoch verzichtet. Im Siebenmeterschießen avancierten die VfL-Torhüter zu den Matchwinnern: Andor Schneider parierte zwei Schüsse, Zugang Sebastian Büttner wehrte schließlich den entscheidenden Siebenmeter ab.
Sven Deffte hatte sich bereits nach dem letzten Gruppenspiel am Samstagabend festgelegt: „Wir haben einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin vollkommen zufrieden.“
Das konnte der Übungsleiter der Gladbecker am Ende des ersten langen Handballtages auch sein. Seine Mannschaft präsentierte sich in den Vorrundenpartien gegen den TuS Ferndorf (22:21), der entgegen der Ankündigung der Gastgeber „nur“ mit seiner zweiten Mannschaft in Leichlingen antrat, die SG Ratingen (17:17) und den TuS Opladen (20:20) in guter Form. Ein möglicher Kritikpunkt: Sowohl die Begegnung mit Ratingen wie die mit Opladen, dem Meister der Oberliga Mittelrhein, hätte der VfL gewinnen können, vielleicht sogar gewinnen müssen.
Dabei traten die Gladbecker in Leichlingen nicht nur ohne die verletzten Max Krönung, Sebastian Janus und Mats Pfänder an, sondern auch ohne den privat verhinderten Youngster Alexander Kramer. Zu allem Überfluss musste nach dem ersten Vorrunden-Spiel zudem Marcel Giesbert passen. Der Rechtsaußen des VfL klagte am Samstag über Kreislaufprobleme. Die Rot-Weißen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Sie verkauften sich überaus ordentlich.
Weil der hoch aufgeschossene Sebastian Janus zu Saisonbeginn definitiv ausfallen wird, probierten die Gladbecker in Leichlingen auch ein neues Deckungssystem aus. Die 3:2:1-Formation, die Deffte statt der 6:0 spielen ließ, funktionierte bereits ganz gut – von der Anfangsphase der Vorrundenpartie gegen Ratingen abgesehen. „Wir haben die 3:2:1 erst einmal trainiert“, so Deffte, der auch mit den Leistungen der Zugänge Sebastian Büttner im Tor und Kreisläufer Christoph Enders zufrieden war..
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
Gladbeck. Handball-Oberligist VfL Gladbeck nimmt am Turnier um den Pirates-Cup des Leichlinger TV teil. Die Rot-Weißen treffen u. a. auf Zweitligist TuS Ferndorf.
Handball-Drittligist Leichlinger TV veranstaltet vom 5. bis zum 7. August sein Turnier um den Pirates-Cup. Acht Mannschaften gehen an den Start, mit dabei ist einmal mehr Westfalen-Oberligist VfL Gladbeck.

Sven Deffte
Bereits zum 14. Male lädt der LTV, der in der vergangenen Saison Meister der Dritten Liga West wurde, auf den Aufstieg aber verzichtet hat, zu seinem Saisonvorbereitungsturnier. Und wie bereits in den vergangenen Jahren ist der Pirates-Cup einmal mehr gut besetzt: Neben Gastgeber Leichlingen treten Zweitligist Tus Ferndorf, die SG Ratingen aus der Dritten Liga West, die Nordrheinligisten TuS Opladen, Pulheimer SC und die HSG Bergische Panther sowie Oberligist Mettmanner TV und eben der VfL Gladbeck im Smidt-Forum „Am Hammer“ an.
Gespielt wird in zwei Vierergruppen jeder gegen jeden über jeweils zweimal 20 Minuten. Die Gruppensieger ermitteln über Kreuz im Halbfinale die Endspielteilnehmer. Alle Platzierungen werden ausgespielt. Der Startschuss fällt Freitag um 18 Uhr mit den ersten Gruppenspielen.
Der VfL Gladbeck um Trainer Sven Deffte greift erstmals am Samstag, 6. August, um 11.10 Uhr ins Geschehen ein. Gegner der Rot-Weißen ist Zweitligist TuS Ferndorf. Um 17.30 Uhr treffen die Gladbecker auf die SG Ratingen, um 19.30 Uhr in der letzten Partie des Tages auf den TuS Opladen. Am Sonntag folgen die Platzierungs- und Finalpartien. Turnierkarten kosten zwölf und Tagestickets fünf Euro.
Quelle | WAZ, Redaktion Gladbeck
02. Aug. 2016
Kramer zählt nun fest zum Oberligakader des VfL Gladbeck
Gladbeck. Fest zum Aufgebot der Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck zählt ab sofort das 18-jährige Rückraumtalent Alexander Kramer.
Alexander Kramer gehört ab sofort fest zum Aufgebot der Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck. Der 18-Jährige ist im linken Rückraum zu Hause und stammt aus dem eigenen Nachwuchs. „Alex ist ein gutes Talent“, sagt Tim Deffte, der Leiter der VfL-Handballabteilung, über den Spieler, der in der vergangenen Saison bereits regelmäßig in der Zweitvertretung der Rot-Weißen in der Landesliga zum Zuge kam.
Beispiel für die Nachwuchsarbeit
Schon seit längerer Zeit stand der Name von Alexander Kramer auf dem Zettel von Trainer Sven Deffte. Die berufliche Ausbildung des Rückraumspielers in Nordkirchen hatte jedoch verhindert, dass er am Training der Oberliga-Mannschaft teilnehmen konnte. Inzwischen hat Kramer diese Ausbildung aber abgeschlossen, so dass er sich wieder intensiver seinem Sport widmen kann. „Er macht auch schon in der Abwehr einen ordentlichen Job“, so Tim Deffte.
Kramer ist ein weiteres Beispiel dafür, dass beim Vorjahres-Vizemeister der Oberliga Westfalen konsequent auf den Nachwuchs und vor allem auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird. „Jugend forscht“, nennt Tim Deffte das Programm, das bei den Gladbeckern bereits seit vielen Jahren erfolgreich verfolgt wird.
In Ratingen, beim Turnier am vergangenen Wochenende, dürfte sich der eine oder andere Handball-Interessierte daher auch verwundert die Augen gerieben haben angesichts der blutjungen Mannschaft, die Sven Deffte aufgeboten hatte. Was allerdings auch der personellen Situation geschuldet war. Max Krönung fällt bekanntlich lange Zeit aus, ersetzt werden mussten nun auch noch Kapitän Thorben Mollenhauer und – zumindest am ersten Tag des Turniers – Marcel Giesbert, also zwei routinierte Stammkräfte. Zu allem Überfluss zog sich Talent Mats Pfänder, Zugang von der DJK Oespel-Kley, im Turnierverlauf noch eine Verletzung zu. Es besteht der Verdacht auf Nasenbeinbruch. Sollte sich dies bestätigen, wird Pfänder beim Turnier in Leichlingen am Samstag und Sonntag, 6./7. August, ausfallen. Auf Mollenhauer und Giesbert kann Sven Deffte dagegen wieder zurückgreifen. Der VfL Gladbeck trifft beim Leichlinger Pirates-Cup übrigens in der Vorrunde am Samstag auf den TuS Ferndorf (2. Liga; 11.10 Uhr), die SG Ratingen (3.Liga; 17.30 Uhr) und auf den TuS Opladen (Regionalliga Nordrhein; 19.30 Uhr).
Quelle | WAZ, Thomas Dieckhoff
29. Juli 2016
Gladbecker Arzt will Freude an der Bewegung vermitteln
Gladbeck. In der A-Jugend stand Dr. Matthias Zuchowski für den VfL Gladbeck zwischen den Pfosten. Wegen des Studiums musste er den Handballsport aufgeben. Jetzt kehrt er zurück – als Arzt.
Im Jahr 2008 hat der damalige A-Jugend-Torwart Matthias Zuchowski den VfL Gladbeck verlassen, um sich auf das Studium der Medizin zu konzentrieren. Jetzt – acht Jahre und eine Dissertation später – kehrt der heute 27-Jährige zum VfL zurück, als Vereinsarzt.
„Der Kontakt zum Verein ist nie abgerissen“, berichtet Zuchowski. Viele seiner ehemaligen Mitspieler zählen immer noch zu seinen Freunden. So wie Thorben Mollenhauer, der inzwischen mit den Herren in der Oberliga spielt. „Wenn man so von außen zuschaut, bekommt man schon wieder Lust, den Ball in die Hand zu nehmen“, gesteht der Westfalenmeister von 2008, der jedoch zum Aufhören keine Alternative sah: „Ein Medizinstudium nimmt dermaßen viel Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch, das war mit dem Handball nicht mehr vereinbar“, erklärt der Ex-Keeper. „Den Traum, Arzt zu werden, hatte ich schon in ganz jungen Jahren. Das ist nicht irgendein Job, Medizin ist Berufung.“
Seit einem Jahr ist Zuchowski fertiger Arzt, hat zuletzt in Stuttgart und im Rheinland gearbeitet. Durch einen Wechsel nach Essen, wo er nun Stationsarzt der kardiologischen Abteilung der Uni-Klinik ist, rückte er geografisch wieder an die alte Heimat Gladbeck heran.
Doch auch in der Ferne hatte Zuchowski den Handball und seinen VfL nie komplett aus den Augen verloren. Weilte er in der Heimat, besuchte er immer mal wieder ein Heimspiel. So traf er auch auf Siegbert Busch, den Vereinsvorsitzenden und ehemaligen Jugendtrainer von Zuchowski. „Wir sind während des Spiels darüber ins Gespräch gekommen, was er so macht“, berichtet Busch. „Als er erzählte, dass er inzwischen fertiger Mediziner sei, kam mir sofort die Idee zur Zusammenarbeit. Wir suchen schon länger einen Arzt, der uns vertrauensvoll betreut.“
Also traf man sich zu einem ausführlichen Gespräch, bei dem sich schnell herausstellte, dass man ähnliche Ansichten und Vorstellungen hat. In Zukunft soll sich Mathias Zuchowski also um die medizinische Betreuung des Leistungs-, Breiten- und Rehasports kümmern. Ehrenamtlich neben seiner Tätigkeit in der Essener Uni-Klinik.
Vortrag über Ernährung
Erstmals aktiv wurde der 27-Jährige am Mittwochabend, als er in der Riesener-Halle, als er einen Vortrag über „Regeneration und Ernährung im Sport“ hielt, den die komplette Oberligamannschaft und einige Jugendtrainer verfolgten. „Das ist ein wichtiges Thema, das vor allem für Athleten, die auf dem Schritt zum Leistungssport stehen, sehr bedeutend ist“, sagt Zuchowski. „Mit der richtigen Regeneration lassen sich Verletzungen vermeiden.“
Der Mediziner sieht seine Kernaufgaben in der Beratung in medizinischen Themen, der Betreuung im Rehasport und in der Dopingprävention und -aufklärung. „Als Verein haben wir auch eine Verantwortung für die Gesundheit in der Stadt Gladbeck“, denkt Zuchowski vor allem auch an den Breitensport. „Hier wollen wir einen Schritt Richtung Professionalisierung gehen.“ Am Herzen liegt ihm auch, niederschwellige Angebote zu schaffen, um möglichst viele Menschen zur Bewegung zu animieren. „Das ist eine Aufgabe, die ein Verein, wie der VfL leisten kann.“ Er selbst sei das beste Beispiel für eine positive Entwicklung durch Sport. So sei er moppelig gewesen, bis er zum Handball gekommen sei. „Hier habe ich die Freude an der Bewegung kennen gelernt.“
Dass er beruflich den richtigen Weg eingeschlagen hat, merkt der Gladbecker immer wieder an kleinen Erfolgen im Alltag: „Es ist ein schöner Moment, wenn man einem Menschen das Leben erleichtern oder Leid verringern kann.“ Oftmals seien das simple Dinge, wie wenn jemand wieder eine Treppe hochgehen könne.
Zuchowski selbst hat derweil den Laufsport für sich entdeckt, nimmt auch an Halb-Marathons teil. „Zum Laufen braucht man keine festen Zeiten. Das lässt sich gut mit dem stressigen Krankenhausalltag vereinbaren.“ Eine Rückkehr auf das Handballfeld will Zuchowski nicht ausschließen. „Vielleicht könnte ich ja mal bei der Zweiten oder Dritten Mannschaft mittrainieren.“
Quelle | WAZ, Nicolas Westerholt
14. Juli 2016
Gladbecker Mollenhauer ist Deutscher Hochschulmeister
Gladbeck. Mit dem Team der Universität Duisburg-Essen hat Thorben Mollenhauer das Turnier in Essen gewonnen. Seine Teilnahme an der EM 2017 in Malaga ist indes fraglich.
Auch außerhalb der Handball-Saison ist Thorben Mollenhauer vom VfL Gladbeck sportlich erfolgreich. Am vergangenen Wochenende hat er gemeinsam mit seinen Teamkameraden der Universität Duisburg-Essen die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Handball gewonnen.
Dabei mussten sich Mollenhauer und Co. gegen Auswahlen von Hochschulen aus ganz Deutschland durchsetzen. Auch wenn das Turnier am Ende doch nicht so groß ausfiel, wie ursprünglich geplant. „Die Teams aus Kiel und München sind nicht gekommen“, berichtet Mollenhauer, der sein Studium Ende März beendet hat und nun ein Referendariat am Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen absolviert. „Bis zu einem Jahr nach der Exmatrikulation darf man aber noch an den Meisterschaften teilnehmen“, erklärt der zukünftige Lehrer für Deutsch und Sport sein Mitwirken.
Durch den Ausfall von Kiel und München fanden sich am Samstag letztlich nur fünf Teams in der Sporthalle Margarethenhöhe in Essen ein. Konstanz, Magdeburg, Karlsruhe und Frankfurt am Main galt es im Modus „Jeder gegen Jeden“ zu schlagen, um den Meistertitel zu erlangen.
„Da wir die anderen Spieler nicht kannten, war die Stärke der Teams schwer einzuschätzen“, sagt Mollenhauer. Jedenfalls habe sich auch der eine oder andere Zweitligaspieler auf dem Feld getummelt. Konstanz, das von Duisburg-Essen im ersten Spiel mit 23:21 geschlagen wurde, sei im Rückblick der schwerste Gegner gewesen. Es folgte ein souveränes 26:16 gegen Magdeburg und ein weiterer Sieg über Karlsruhe mit zwei Toren Differenz. Damit war klar, dass das für Sonntag angesetzt Spiel gegen Frankfurt die Entscheidung über den Titel bringen würde.
Vorher galt es aber den angereisten Gästen am Samstagabend zu zeigen, was die Essener Kneipenszene zu bieten hat. „Da hat man den Gegenspielern vom nächsten Tag schon mal ein, zwei Schnäpse untergejubelt“, sagt Mollenhauer und lacht.
Schließlich setzten sich die Ruhrpottler am Sonntag auch gegen Frankfurt mit zwei Toren Differenz durch. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben souverän gewonnen“, berichtet Mollenhauer. „Auch wenn es sich vom Ergebnis her eng anhört.“
Einen Pokal bekamen die frisch gebackenen Champions für ihren Erfolg nicht, auch keine Medaillen. „Es gab eine kleine Anstecknadel, nicht größer als ein Fingernagel“, sagt Mollenhauer mit einem Schmunzeln. „Die ist eigentlich zu klein, um sie in einem Schrank auszustellen.
„Insgesamt war es eine super Erfahrung, die viel Spaß gemacht hat“, fasst der 26-Jährige seine Eindrücke zusammen. Ein Luxusproblem bleibt: Als Deutscher Meister hat sich die Uni Duisburg-Essen für die EM in Malaga qualifiziert, die für 2017 angesetzt ist. „Ich weiß nicht, ob ich daran teilnehmen darf, über ein Jahr nach meinem Abschluss.“
Quelle | WAZ, Nicolas Westerholt


