27. Jan. 2013
Andy Tesch hält den VfL-Sieg fest
Für eine weitere Sensation sorgten die Handballer des VfL Gladbeck. Die Rot-Weißen, die Anfang Dezember bereits den damaligen Tabellenführer Wermelskirchen bezwingen konnten, stürzten nun den Wilhelmshavener HV von der Spitze. Gladbeck gewann 34:33, Mann des Abends war Torwart Andy Tesch.
Der VfL Gladbeck mausert sich in der 3. Liga allmählich zum Favoritenschreck. Nachdem die Rot-Weißen Anfang Dezember bereits den damaligen Tabellenführer TuS Wermelskirchen bezwingen konnten, rangen sie nun Spitzenreiter Wilhelmshavener HV in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Spiel mit 34:33 nieder. VfL-Torwart Andy Tesch avancierte dabei zum Mann des Abends. Er parierte, die Zeit war bereits abgelaufen, einen Siebenmeter von Sebastian Maas.
VfL Gladbeck – Wilhelmshavener HV 34:33 (17:16)
VfL Gladbeck: An. Tesch (1. – 37. + bei zwei Siebenmetern), T. Deffte (37. – 60.) – Hüsener, Koraman, Kunze, S. Deffte, Krönung, Mollenhauer, Al. Tesch, Kintrup, Schomburg.
Spielfilm: 2:2 (3.), 2:5 (7.), 5:8 (10.), 8:9 (16.), 9:12 (22.), 10:13 (25.), 13:13 (27.), 15:14 (29.), 17:16 (30.), 19:16 (32.), 19:19 (34.), 21:21 (36.), 24:22 (40.), 26:24 (45.), 26:27 (48.), 30:30 (53.), 32:30 (57.), 34:33 (60.).
Der Keeper der Gladbecker gab sich hinterher ganz bescheiden. „Dass wir drangeblieben sind, war ein Verdienst von Tim. Er hat ein paar entscheidende Bälle weggenommen“, lobte Andy Tesch seinen Torwart-Kollegen Tim Deffte, der in der 37. Minute eingewechselt worden war. Warum Tesch beim Siebenmeter von Maas ruhig blieb und den Schuss schließlich parierte, erklärte er so: „Ich konnte doch nur gewinnen.“ Nun, Andreas Tesch gewann das Nervenduell mit Maas– und mit ihm der VfL, der im Abstiegskampf zwei ganz wichtige Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.
Die Schlussphase in der Riesener-Halle war nichts für schwache Nerven. 55 Sekunden vor dem Ende verkürzte der Gast durch Maas auf 32:33, zudem kassierte Recep Koraman, der Linksaußen der Gastgeber, eine Zwei-Minuten-Strafe. Gegen nun manndeckende Niedersachsen fasste sich Thorben Mollenhauer ein Herz. Er schnappte sich den Ball, spurtete los und traf – 34:32, und nur noch 42 Sekunden zu spielen. Erneut Maas, dieses Mal per Siebenmeter, stellte wieder den Anschluss her (59:31 Min.). Ballbesitz für Rot-Weiß, Zeitspiel. Evgeny Vorontsov wurde mit der Schlusssirene gefoult. Es gab Siebenmeter, Maas trat an, Andy Tesch hielt.
„Am Ende“, sagte VfL-Trainer Holger Krimphove, „hatten wir das Quäntchen Glück, das uns gegen Gummersbach gefehlt hat.“ Er bedankte sich für die tolle Unterstützung durch die Fans („Das war heute der Hammer“) und lobte seine Mannschaft für ihren engagierten Auftritt. „Sie hat“, so Krimphove, „mit sehr viel Leidenschaft und Emotion gespielt.“ Anders als in anderen Partien habe das Team im Angriff seine Linie bewahrt. „Das war der Knackpunkt“, urteilte der Übungsleiter der Rot-Weißen, der in Recep Koraman einen Spieler ganz besonders hervorhob. „Er hat gut gedeckt. Und als Recep am Ende der ersten Halbzeit den Turbo eingeschaltet hat, war das der Weckruf. Ab da waren wir voll im Spiel.“
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Quelle: WAZ, Thomas Dieckhoff
04. Nov. 2012
VfL-Reserve feiert 45:30-Kantersieg in Ahlen
In der Handball-Landesliga feierte der VfL Gladbeck II einen 45:30-Erfolg bei der SG Ahlen II. Die Partie war bereits zur Halbzeitpause entschieden. Denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gladbecker bereits mit 23:11.
In der Handball-Landesliga ist der zweiten Mannschaft des VfL Gladbeck ein fulminanter Befreiungsschlag gelungen. Beim hochverdienten 45:30-Auswärtserfolg gegen den Tabellennachbarn Ahlener SG glänzte das Team von Trainer Kai Brockmann vor allem in Halbzeit eins und durchbrach so seinen Negativtrend.
VfL II: Korona, Schmidt, Günther (1), Brandhorst (1), Friemel (1), Koraman (10), Kunze (5), Weinhold (8/1), Le. Dommann (7/3), Möllensiep (2), Worecki (3), Singh-Toor (2), Steinbach (5/2), Nowak.
Nach wenigen Minuten stand es bereits 5:0 für die Rothemden, die Ahlener wussten kaum, wie ihnen geschah. Pascal Kunze und Recep Koraman, die an diesem Wochenende in der Reserve aushalfen, lenkten das Spiel klug, zudem überragte Gordon Weinhold in der Abwehr. „Das war natürlich ein Bombenstart“, freute sich Coach Kai Brockmann. Aus einer sicheren Deckung heraus konnte sein Team in der Folge ein hervorragendes Tempospiel aufziehen und den Ahlenern enteilen. Bereits zur Pause war die Partie bei einem Stand von 23:11 für den VfL II quasi entschieden.
Und auch wenn die Brockmann-Sieben die Zügel in Hälfte zwei etwas schleifen ließ – ernsthaft gefährlich wurden die Ahlener nicht mehr, zumindest was den Spielstand anging. Körperlich hingegen langten die Gastgeber noch einmal richtig zu: Kurz vor dem Ende zückte der Schiedsrichter vier Mal Rot gegen die SG.
„Das ist natürlich traurig, dass am Ende solche Frustfouls aufkommen, aber zum Glück hat sich niemand verletzt“, äußerte sich Brockmann, wandte sich aber schnell wieder seinem Team zu. „Ausschlaggebend war heute, dass wir gewollt und sehr gut gestanden haben. Wir konnten einen Gegenstoß nach dem anderen laufen“, resümierte er.
Quelle: WAZ, Sebastian Himmelseher
24. Sep. 2012
VfL-Reserve steht mit leeren Händen da
Am vierten Landesliga-Spieltag setzte es für die Reserve des VfL Gladbeck die vierte Niederlage. Dass es bei der DJK Westfalia Welper nicht zum Punktgewinn reichte, machte VfL-Trainer Kai Brockmann unter anderem am Fehlen der „letzten Konsequenz“ fest.
„Gute Leistung, keine Punkte“, fasste Trainer Kai Brockmann die Partie seines Teams bei der DJK Westfalia Welper kurz und vor allem treffend zusammen. Damit steht für die Handball-Reserve des VfL Gladbeck nach vier Spielen kein einziger Punkt zu Buche.
DJK Westf. Welper – VfL Gladbeck II 29:25 (16:16)
TVG: Schmidt, Klein, J. Dommann (6/1), Koraman (7), Worecki (6), Weinhold (2), Steinbach (2), Brandhorst (1), Möllensiep (1), Lu. Dommann, Le. Dommann, Günther, Janko, Kupries (n.e.)
Ein Grund zur Verzweiflung ist das für den Coach der Rot-Weißen aber nicht. „Uns hat einfach die letzte Konsequenz gefehlt. Wir haben eine gute Leistung gebracht, das wissen die Jungs auch selbst“, so Brockmann. Zum Spielverlauf: Es war ein Spiel auf Augenhöhe, beide Teams waren in Angriff und Abwehr aufmerksam und machten keine entscheidenden Fehler. Das 16:16-Unentschieden zur Pause war daher keine große Überraschung.
Dieses Bild setzte sich in Hälfte zwei fort, fünf Minuten vor Schluss aber ereigneten sich dann die entscheidenden Szenen. Gordon Weinhold erhielt wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, Recep Koraman verwarf in der Folge beim Stand von 24:23 für den VfL einen Siebenmeter. In der Folge schloss das Brockmann-Team zu hastig und unvorbereitet ab, wohingegen die DJK ihr Spiel durchbrachte. Statt einer Zwei-Tore-Führung folgten Unterzahl und Ausgleich. Der Endstand von 29:25 fiel dann sogar noch deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab.
„Da haben wir uns einfach dumm angestellt. Bei so einem Spiel wollen wir wenigstens einen Punkt mitnehmen“, konstatierte Kai Brockmann. Trotz des verpatzten Saisonstarts bleibt dem VfL nach ordentlicher Leistung Hoffnung für die nächsten Spiele. Denn wie sagte Brockmann nach der Partie? „Dreimal haben wir schlecht gespielt, heute nicht.“
Quelle: WAZ, Sebastian Himmelseher


