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Gladbeck. Mit 35:33 (18:17) haben die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck das Spitzenspiel beim TuS Spenge gewonnen und damit wieder die Tabellenführung übernommen.

Noch nicht mal in zweifacher Unterzahl wollten die Handballer des VfL Gladbeck dem TuS Spenge einen Vorteil gönnen, der auch nur ein bisschen mehr bedeuten könnte. 45. Minute, kurz nacheinander wurden Sebastian Janus und Marcel Giesbert jeweils mit dem Winken zweier Schiedsrichterfinger für Zeitstrafen auf die Bank geschickt. Der VfL für fast komplette zwei Minuten mit vier Feldspielern gegen sechs Spenger, aber auch in dieser Phase ließ sich das Gästeteam nicht aus der Bahn werfen auf dem Weg zum 35:33 (18:17)-Sieg im Spitzenspiel des Zweiten Gladbeck beim Ersten Spenge.

Diese fast zwei Minuten Vier gegen Sechs waren nicht die spielentscheidenden Momente, aber Max Krönung mit dem Treffer zum 26:26 und Thorben Mollenhauer mit dem 27:27 puzzelten zwei Teilchen ins Gesamtbild, das der VfL Gladbeck an diesem Abend auf den Schwingboden in Spenge brachte. „Wir haben alles gegeben, die Einstellung bei allen war super“, sagte Max Krönung nach dem Spiel.

Volle Hütte in Spenge, zwei trommelnde Fanlager, der Sieger heißt Gladbeck – die Frage an den Wieder-Tabellenführer, ob’s Spaß gemacht hat, war schnell beantwortet : „Auf jeden Fall“, so Krönung, „das war ja ein offener Schlagabtausch. Wobei natürlich beide Abwehrreihen nicht so dicht gehalten haben, wie sie sich das vorgenommen haben.“

Solch ein Szenario bietet den Torhütern Gelegenheit zu glänzen. Der eingewechselte Kevin Becker schien sich beim TuS gegen Ende der ersten Hälfte mit einigen Paraden zum ernsthaften Mann des Abends-Kandidaten aufzuschwingen, aber in Halbzeit zwei fanden die Gladbecker neben den Lücken in der Spenge-Abwehr auch wieder häufiger den Weg an Becker vorbei. Auf der anderen Seite hatte Andor Schneider, ab der 51. Minute wieder statt Tim Deffte im Gladbecker Tor, die Situationen für sich, auf die es am Ende mit ankam. Beim Stand von 30:30 hielt Schneider gegen Spenges Sebastian Reinsch, beim 31:31 verhinderte Schneider noch einmal gegen Marco Filies den möglichen Rückstand und läutete damit die Schlussphase ein, in der alles für die Gäste lief. Björn Sankalla und Marcel Giesbert treffen zum Gladbecker 33:31, kurze Zeit nach Spenges Anschlusstor ermeckert sich Sebastian Reinsch eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber. Das 34:32 wirft Florian Bach, einen Wurf von Nils van Zütphen blocken die Gladbecker und Marcel Giesbert sorgt mit dem 35:32 in der Schlussminute für die Entscheidung, die auch durch den 33. Spenger Treffer keinen Kratzer mehr bekommt.

VfL-Trainer Sven Deffte war kaum mit der Abwehrleistung hochzufrieden, dafür aber natürlich mit dem Erfolg: „Als erste Mannschaft in dieser Saison nehmen wir hier beide Punkte mit. Auch wenn wir in der Schlussphase in der ein oder anderen Szene auch Glück gehabt haben, war der Sieg heute verdient.“ Aus seiner Mannschaft wird ihm da keiner widersprochen haben, im Gegenteil: „Das wird eine lustige Rückfahrt“, kündigte Max Krönung an.

Vorher aber war noch die Pflicht für die Sozialen Netzwerke zu erfüllen. Torhüter Tim Deffte hatte keine Chance, ein Gespräch nach dem Spiel in Ruhe zu beenden. Sein Teamkollege Don Singh Toor beorderte ihn nämlich flugs in die Siegerkabine zum: „Selfie! Jetzt!“

Noch ein Puzzleteil für einen gelungenen Gladbecker Abend.

VfL Gladbeck: T. Deffte (ab 17. bis 51.), Schneider (bis 17./ab 51.) – Sankalla (7), Krönung (11), Mollenhauer (6/2), Bach (3), Giesbert (7), Janus (1), Steinbach, Kunze, Singh Toor, Kryzun, Tolstych, Brockmann

Quelle | WAZ, Stephan Falk

TuS Spenge kassiert im Spitzenspiel die erste Heimniederlage (Neue Westfälische)

Handball-Oberliga: Spenge unterliegt dem VfL Gladbeck 33:35 und verliert die Tabellenführung an den Gegner
Spenge. Da mussten die Spenger Akteure kopfschüttelnd mit ansehen, wie die Gladbecker ihren 35:33 (18:17)-Erfolg ausgelassen feierten. Dabei hätte nicht viel gefehlt, und das Bild wäre genau andersherum ausgefallen. Die Gastgeber hätten ihren wilden Sieges-Syrtaki getanzt, während der Gegner enttäuscht auf der Bank gesessen hätte.

So ist das, wenn zwei gleich starke Mannschaften in einem echten Thriller aufeinander treffen. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage. „Das war ein Klassespiel von beiden Mannschaften. Am Ende haben wir auch Glück gehabt“, sagte Gladbecks Trainer Sven Deffte. „In einigen Situationen war wirklich Pech mit im Spiel. Aber klar, aber wir haben uns auch ein paar Fehler zu viel erlaubt“, meinte sein Spenger Kollege Heiko Holtmann.

Von Beginn an entwickelte sich vor 800 Zuschauern, darunter Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke und Landrat Jürgen Müller, eine packende Partie mit vielen gelungenen Kombinationen und herausragend schönen Toren. Holtmann sah zur Recht ein „technisch und taktisch sehr hohes Niveau bei beiden Mannschaften“. Auf Spenger Seite machte sich allerdings bemerkbar, dass 2,08-Meter-Riese Simon Hanneforth, der sich bei einem Arbeitsunfall eine Gesichtsverletzung zugezogen hatte, im Innenblock fehlte. Gegen den wurfgewaltigen Rückraum um den elffachen Torschützen Max Krönung hätte ihn der TuS gut gebrauchen können. Die Spenger bekamen keine richtige Sicherheit in ihre Defensive. Das traf allerdings auch auf die Gladbecker zu, wobei zudem beide Torhüter-Gespanne nicht ihren besten Tag erwischten.

Nach Spenger 1:0-Führung lagen die Gladbecker zunächst immer vorne; beim 11:14 in der 20. Minute schienen sie sich sogar absetzen zu können. Spenge kämpfte sich aber wieder heran, verkürzte bis zur Pause auf 17:18, glich sofort nach dem Wechsel aus. Beim 23:22 (38. Minute) gelang die erste Führung seit dem 1:0.

Dass am Ende aber die Gladbecker feierten, hatte neben dem erwähnten Pech mehrere Ursachen. Beim Stande von 25:25 spielte Spenge eine doppelte Überzahl sehr schlecht aus; die Abwehr ließ sich durch zwei Einzelaktionen düpieren, so dass der TuS sie nur mit einem 2:2 abschloss. Insgesamt vier lange Bälle bei Gegenstoß-Versuchen wurden von Björn Sankalla abgefangen. „Unser Spiel ist risikoreich angelegt, aber das war zu viel“, meinte Holtmann. Bei 24:24 schnappte sich Sankalla nach einem Spenger Missverständnis bei eigenem Freiwurf den Ball und warf ihn ins leere Tore, weil Kevin Becker an die Bank geeilt war. Zudem kassierte Sebastian Reinsch beim Stande von 32:33 in der 59. Minute eine Zeitstrafe wegen Meckerns. Er hatte Zeitspiel angemahnt. „Ich weiß nicht, ob man die geben muss“, meinte selbst Gladbecks Sven Deffte.

In der Summe war dies mitentscheidend dafür, dass die Spenger ihre erste Heimniederlage kassierten. Die ändert nichts an der Tatsache, dass auch der TuS ein starkes Spiel gezeigt hat.

Quelle | Neue Westfälische 2016

Gladbeck. Das Spitzenspiel der Handball-Oberliga beim TuS Spenge ist für die Gastgeber als Tabellenführer und die Gladbecker als Zweiter richtungsweisend.

Das Ergebnis war in dieser Höhe eine Überraschung, nachdem vergangene Woche der TuS Spenge in Nordhemmern bei LIT Handball mit 29:38 verloren hatte. Kein schlechtes Resultat für den VfL Gladbeck, mehr aber nicht. Die Mannschaft um Trainer Sven Deffte ist voll auf das eigene Match, mal wieder ein Spitzenspiel, beim TuS Spenge konzentriert.

Am Samstag, 13. Februar (19.15 Uhr), treten die Gladbecker beim früheren Zweitligisten an, und was nach der Niederlage der Gastgeber in Nordhemmern für Gladbecks Trainer Sven Deffte klar ist: „Die wollen gegen uns was gutmachen.“

Das war schon klar, als das Spenge-Ergebnis letzten Samstag eine kurze Runde durch die Whats App-Gruppe der VfL-Handballer machte.

Denn für die Gladbecker gilt Ähnliches: „Wir haben vor zwei Wochen gegen Menden-Lendringsen zwei Punkte liegen lassen, und die wollen wir uns wiederholen.“ Es wäre ein guter Zeitpunkt, wenn das heute tatsächlich gelänge: „Das ist schon ein richtungsweisendes Spiel“, sagt Sven Deffte. In den vergangenen zwei Wochen habe sein Team aber einfach „ruhig weitergearbeitet“, sagt der Trainer und stellt ebenso ruhig fest: „Es war uns ja schon vor der Saison klar, dass wir nicht mit zu Null Punkten durch die Liga rauschen.“

Noch nicht ganz gerade ist das Bild an der Tabellenspitze, weil Gladbeck als Zweiter, die Ahlener SG als Dritter, der Fünfte HSG Menden-Lendringsen und TSG A.-H. Bielefeld (6.) bisher 17 Spiele, eines weniger als Tabellenführer Spenge sowie der Vierte LIT Handball, ausgetragen haben. Immerhin haben die Gladbecker einen kleinen Vorteil, weil sie die wenigsten Minuspunkte haben. Aber das heißt erst mal nichts in dem Gerangel der sechs Mannschaften an der eng gestrickten Tabellenspitze der Handball-Oberliga Westfalen.

Die Gladbecker müssen sich in Spenge auf eine starke 6:0-Deckung vor einem starken Torhüter einstellen, außerdem auf die schnellen Außen der Gastgeber. Sebastian Reinsch etwa konnte in Nordhemmern mit 14 Treffern für sein Team eine persönliche Bestmarke für Meisterschaftsspiele herauswerfen.

„Konzentration und Laufstärke in der Rückwärtsbewegung“ werde seine Mannschaft deshalb vor allem auf den Außenbahnen, aber auch von den Spielern auf den Rückraumpositionen brauchen, so Sven Deffte. Stimmt das Ergebnis in Spenge, können die Gladbecker dann auch unter der Woche wieder ruhig weiterarbeiten.

Quelle | WAZ, Stephan Falk

Nach der Niederlage gegen die HSG Menden-Lendringsen und dem Verlust der Tabellenführung will sich das Team hochkonzentriert auf das Spiel in Spenge vorbereiten.

Tag eins nach dem Handball-Wochenende, nach diesem Handball-Wochenende. Beim VfL Gladbeck haben sie zweimal im Foyer der Riesener-Halle mit der Nationalmannschaft mitgefiebert, das Halbfinale und das Endspiel der Europameisterschaft mit zwei deutschen Triumphen miterlebt. Zwischendurch am Samstagabend standen sie selbst auf dem Feld und mussten sich von der Tabellenspitze stürzen lassen. Es war viel zusammengekommen beim 31:32 gegen die HSG Menden-Lendringsen, das nun dem TuS Spenge das Siegel „Spitzenreiter“ aufgeklebt hat.

Und die Gäste aus Menden-Lendringsen haben sich wieder stärker in den Blickpunkt geschoben. Sechs Mannschaften rangeln an der Tabellenspitze um einen der vorderen Ränge und den vordersten Platz. Fünf Punkte trennen den Ersten TuS Spenge (26:8) vom Sechsten TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld (21:13).

Die Gladbecker sind als Zweiter mit 25:9 Punkten eher vorne dabei als mittendrin in dieser Spitzengruppe. Und sie haben aus dieser Niederlage als Summe vieler Kleinigkeiten zumindest schon mal eine Lehre mitgenommen für die anschließenden zwei Wochen Vorbereitungszeit auf das nächste Topspiel beim TuS Spenge: „Wir müssen jetzt zwei Wochen lang hochkonzentriert arbeiten und Vollgas geben“, sagt Tim Deffte, Torhüter des Oberligateams und Sportlicher Leiter der VfL-Handballer.

Schließlich wollen sich die Gladbecker die Spitzenposition wieder holen in einem Gerangel auf den vorderen Plätzen, das es so in den vergangenen Jahren nicht gegeben hat. In der vergangenen Spielzeit wurde der TuS Volmetal Meister mit sechs Punkten Vorsprung vor dem Zweiten TuS Spenge und sieben Zählern vor dem punktgleichen Duo Ahlener SG und TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld.

Enges Ringen auf den Spitzenplätzen

Für Tim Deffte ist die Ausgeglichenheit der Oberliga, das enge Ringen auf den Spitzenplätzen das Ergebnis eines längeren Prozesses: „Das höhere Niveau wird von den oberen Ligen in die Spielklassen darunter gereicht, wenn aus zwei zweiten Ligen eine und aus sechs dritten Ligen vier gemacht werden.“ Ein Resultat daraus wäre demnach auch die Ausgeglichenheit in Liga vier.

Micky Reiners, der Trainer der Mendener, kommentierte die Überraschung, die seiner Mannschaft am Samstagabend in Gladbeck gelungen war, mit Zurückhaltung: „Ich bin sehr, sehr zufrieden.“

Zumindest in einer Hinsicht konnten die VfL-Handballer, die vor dem 31:32 gegen Menden-Lendringsen auch schon eine weitere Niederlage der Zweitvertretung in der Landesliga quittieren mussten, das ebenfalls sein: Im Foyer der Riesener-Halle guckten am Freitagabend bei der Übertragung des EM-Halbfinalspiels um die 100 Leute zu, wie sich die deutsche Mannschaft ins Finale spielte.

Am Sonntagabend legten die deutschen Nationalspieler in Krakau beim Endspielerfolg über Spanien noch eins drauf, ebenfalls der VfL Gladbeck in der Riesener-Halle: „Es war proppevoll“, berichtet Tim Deffte, das Foyer der Riesener-Halle war mit 150 Leuten gut gefüllt.

Zumindest zum Abschluss des Wochenendes war der Jubel in der Riesener-Halle groß.

Quelle | WAZ, Stephan Falk

Gladbeck. Gegen den Tabellenvierten ATV Dorstfeld mussten die Handballer des VfL Gladbeck II eine deutliche 25:33-Niederlage hinnehmen.

Der VfL Gladbeck II hat in der Handball-Landesliga die nächste Pleite kassiert und ist nach der 25:33-Heimniederlage gegen den ATV Dorstfeld nun seit fünf Spielen ohne Sieg. Vor allem mit der Einstellung seines Teams war Trainer Heiko Brandes unzufrieden.

pipo_7025Weder offensiv noch in der Deckung passte bei den Hausherren gegen den Tabellenvierten ATV Dorstfeld viel zusammen. Schnell gerieten Sascha Rauschel & Co. in Rückstand, zur Halbzeit sogar bereits mit 11:16. Davon erholten sich die Hausherren auch in der zweiten Halbzeit nicht. Der ATV siegte verdient mit 33:25 beim VfL II, der damit weiterhin in akuter Abstiegsgefahr schwebt.

Gerade aus diesem Grund hätte sich Trainer Heiko Brandes aber ein anderes Auftreten seines Teams gewünscht. „Mir fehlt der Abstiegskampf, mit der Betonung auf Kampf, und das schon seit einigen Wochen. Wir präsentieren uns nicht als Einheit und das ist, was mir sauer aufstößt“, so Brandes‘ Kritik.

VfL II: Schmidt, Korona, Hinz (1), Rauschel (2), Le. Dommann (3/3), Brandhorst (3), Kramer (5), Brockmann (9), Worecki (2), Brandes, Blum, Friemel, J. Dommann, Schölich

Quelle | WAZ, Sebastian Himmelseher

Gladbeck. Die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck mussten sich im Spitzenspiel gegen die HSG Menden-Lendringsen mit 31:32 geschlagen geben.

Sven Deffte wird nicht müde, es zu betonen. In der Spitzengruppe der Handball-Oberliga entscheiden Nuancen über Sieg und Niederlage, über Platz eins und fünf. Wie Recht er damit hat, zeigte die Partie des von ihm trainierten VfL Gladbeck gegen die HSG Menden-Lendringsen. Die Gastgeber hatten im Spitzenspiel in der Riesener Halle mit 31:32 (19:16) das Nachsehen gegen die Gäste aus dem Sauerland. Es war erst die zweite Heimniederlage in dieser Spielzeit.

Dass durch die knappe Niederlage auch Platz eins an den TuS Spenge (33:33 gegen die TSG A-H Bielefeld) verloren ging, spielte für Deffte direkt nach der Begegnung erst einmal keine Rolle. Zu sehr war der Trainer noch mit der Aufarbeitung der intensiven 60 Minuten beschäftigt.

In die war sein Team etwas besser als die Gäste gestartet. Vor allem Max Krönung kam das ein ums andere Mal zum Zug. Im ersten Durchgang kam der Torjäger bereits auf zehn Treffer. Die halfen den Gladbeckern in der von Beginn sehr engen Partie zunächst, leicht die Nase vorn zu haben.

Beim Stand von 6:3 begann Menden-Lendringsen dann aber mit einer offensiveren Deckung zu agieren, die die Gastgeber vor größere Probleme stellte. Der HSG gelang der Ausgleich, ehe mit einem Wechsel zwischen den Pfosten neue Impulse für die Gladbecker kamen.

Tim Deffte hielt in der Folge nicht nur drei Siebenmeter, sondern verschaffte seinen Mitspielern auch mit weiteren Paraden Rückenwind. Gladbeck setzte sich ab und ging schließlich mit einer 19:16-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel brauchte Menden-Lendringsen nur wenige Minuten, um diesen Vorsprung zu egalisieren.

Die offensive und aggressive Deckung nahm den Gladbecker Rückraum aus dem Spiel. Hinzu kamen noch einige Fehlwürfe.

In der Folgezeit liefen die Gladbecker zumeist einem Rückstand hinterher. In Führung sollte das Deffte-Team auch nicht mehr gehen. Mehrfach reichte es zum Ausgleich, zuletzt in der 59. Minute durch Björn Sankalla (31:31). Doch Menden, das in der Schlussphase mit einer offenen Deckung operierte konnte noch einmal reagieren. Mit nur noch drei Sekunden auf der Uhr scheiterte Sankalla mit dem Versuch, den erneuten Ausgleich herzustellen.

Am Engagement, am Aufwand, am Teamgeist seiner Mannschaft hatte es nicht gelegen, konnte Sven Deffte später feststellen. Viele kleinere Faktoren hatten den Ausschlag gegeben. In diesem Fall zwischen Unentschieden und Niederlage, einem Punkt und keinem. „Ein Unentschieden wäre auch okay gewesen. Mit etwas Glück holen wir einen Punkt“, sagte der Coach, der sich gegen eine „ziemlich unsaubere offensive Deckung der Mendener“ mehr Unterstützung der Unparteiischen gewünscht hätte. Als Grund für die Niederlage wollte er diese Entscheidungen allerdings keineswegs anerkennen. „Es hat einfach nicht sollen sein. In der ersten Hälfte haben wir das sehr gut gemacht, haben wir Menden vor einige Aufgaben gestellt. Man muss aber auch sagen, dass Menden die Punkte im Endeffekt verdient mitnimmt.“

Weiter geht es für die Gladbecker gleich mit dem nächsten Spitzenspiel. Dem dritten in Folge. Und das hat es in sich. Am 13. Februar geht es nämlich zum neuen Spitzenreiter TuS Spenge. Der hat derzeit einen Zähler Vorsprung auf den VfL. Die Zeit bis zum Kräftemessen möchte Sven Deffte mit seiner Mannschaft auch nutzen. „Wir müssen aus dieser Niederlage lernen.“

VfL Gladbeck – HSG Menden-Lendringsen 31:32

VfL Gladbeck: T. Deffte, Schneider – Sankalla (5), Kunze (1), Krönung (11/2), Mollenhauer (2), Bach (3), Giesbert (6), Kryzun, Janus (2), Tolstych (1), Steinbach (n.e.), Singh Toor (n.e.)

Spielfilm: 6:3 (7.), 8:8 (14.), 14:12 (23.), 17:13 (27.), 20:20 (34.) 21:23 (41.), 29:29 (53.)

Quelle | WAZ, Stefan Müßner

Gladbeck. Eine Woche nach dem Sieg bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld steht das nächste Spitzenspiel an für die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck. In der Riesener-Halle ist am Samstag der Tabellenvierte HSG Menden-Lendringsen zu Gast.

Tabellenführer sind sie schon, dass wollen sie bleiben, aber in dieser Saison der Oberliga Westfalen gibt es noch weitere Ziele, die die Handballer des VfL Gladbeck erreichen wollen. Den nächsten Schritt zu einem weiteren Vorhaben wollen sie am Samstag, 30. Januar (19.30 Uhr), Riesener-Halle machen, im Heimspiel gegen die HSG Menden-Lendringsen.

Es ist schon ein happiges Programm, dass die Gladbecker in diesen Wochen abspulen. Letzten Samstag Spitzenspiel in Altenhagen-Heppen, diese Woche Spitzenspiel gegen Menden-Lendringsen, in zwei Wochen dann Spitzsnpiel gegen den TuS Spenge. Woche für Woche kann entscheidend sein, es gilt weiterhin, was VfL-Trainer Sven Deffte gesagt hat: Ein, zwei Niederlagen, und man hinkt im Kreis der Topteams hinterher.

An der Spitze bleiben

Für die Gladbecker ist klar: „Wir stehen seit mittlerweile 16 Spieltagen oben, und da wollen wir auch bleiben“, sagt Sven Deffte.

Und dann ist da noch ein anderes Vorhaben für die Gladbecker: „Dass wir in dieser Saison zu Hause gar nicht verlieren, das haben wir uns ja selbst verbockt mit der Niederlage gegen Sundwig. Aber seitdem sind wir in eigener Halle ungeschlagen und wollen das auch bleiben.“

Mit Menden-Lendringsen stellt sich der aktuelle Tabellenvierte der Oberliga vor, ein ausgeglichen stark besetztes Team, so Deffte, mit starker Abwehr, starken Torleuten und einem wurfgewaltigen Rückraum. Aber er weiß um den Vorteil, dass seine Mannschaft bisher in dieser Saison in den meisten knappen Spielen mit Gladbecker Beteiligung als Sieger vom Platz gegangen ist, auch im Heepener Dom am vergangenen Wochenende ist das wieder der Fall gewesen.

Ein Vorteil seiner Mannschaft in dieser Saison und speziell in diesen Spielen sei der Teamspirit, so Deffte. Dafür müsse keiner vorneweg gehen, „das ist bei uns eher so eine Gruppendynamik“, sagt der Trainer. Und dieser Gruppe ist klar: Die Tabellenführung soll mitgenommen werden in die Spielpause über Karneval und in das danach anstehende Auswärtsspiel beim TuS Spenge. Natürlich wieder ein Spitzenspiel.

Mendens Trainer Micky Reiners hat bei Gegner Gladbeck ebenfalls die gesamte Formation auf der Rechnung: „Wir dürfen uns nicht nur auf Max Krönung und Torben Mollenhauer konzentrieren.“ Wobei: Krönung hat bisher 123 Treffer erzielt, Mollenhauer 101. Die beiden besten Mendener Schützen sind Florian Bußmeyer (66) und Tom Schneider (65).

Micky Reiners über die Gastgeber: „Gladbeck ist ausgebufft, wird nie nervös und macht insgesamt nur wenige Fehler.“ Also einiger Respekt für die Ergebnisse der Gladbecker Gruppendynamik.

Quelle | WAZ, Stephan Falk

Unterschiedliche Vorzeichen für die Handballer der VfL-Reserve und des TV Gladbeck. Während die Zweite des VfL Gladbeck (Landesliga) gegen den Abstieg kämpft, ist der TV Spitzenreiter (Kreisklasse).

Der Abstiegsstrudel hat die Handball-Reserve des VfL Gladbeck wieder erfasst. „Wir müssen endlich mal wieder punkten“, sagt Coach Heiko Brandes. Die nächste Möglichkeit dazu hat sein Team im Heimspiel gegen den ATV Dorstfeld am Samstag. Angepfiffen wird die Partie um 17 Uhr.

Gelb-RotDie Mission Erfolgserlebnis wird aber gegen die Gäste aus Dortmund alles andere als ein Selbstläufer. Im Gegenteil: Der ATV steht auf Rang vier der Tabelle und spielt eine starke Saison. „Sie haben einen bärenstarken Rückraum und eine knackige Verteidigung. Da müssen wir mit viel Tempo gegenhalten“, so Brandes‘ Plan. Es wird vermutlich einiges mehr nötig sein, um so einem starken Gegner wie Dorstfeld Paroli bieten zu können. „Wir müssen an die Defensivleistung aus der ersten Hälfte der letzten Woche anknüpfen“, lautet das Konzept von Trainer Heiko Brandes. Die Rothemden werden jedenfalls einen besonders guten Tag brauchen, um die punktemäßige Durststrecke an diesem Spieltag wirklich zu beenden.
Quelle | WAZ, Sebastian Himmelseher

Gladbeck. Max Krönungs direkt verwandelter Freiwurf im Spiel des VfLGladbeck bei der TSG Altenhagen-Heepen sorgt weiter für Gesprächsstoff. Außerdem führt er weiterhin die Torjägerliste der Oberliga Westfalen an.

Weil’s so schön war. Max Krönungs direkt verwandelter Freiwurf für den VfL Gladbeck im Spitzenspiel bei der TSG Altenhagen-Heepen zur 15:12-Halbzeitführung war noch nach Spielschluss, nach dem 28:27-Sieg der Gladbecker, ein Gesprächsthema im Heeper Dom. Das Video von diesem Treffer war auch im Netz ein Renner. Bis gestern Mittag hatte Krönungs Kunstwurf schon 8000 Klicks bekommen, erklärte der Torhüter und Sportliche Leiter des VfL, Tim Deffte. Zu sehen ist es auf der Facebook-Seite der VfL-Handballer. Außerdem haben die Gladbecker diesen Treffer für den Wettbewerb zum „DKB-Tor des Monats“ hochgeladen. Mehr Informationen auf www.dkb-handball-bundesliga.de .

Max Krönung führt weiterhin die Torjägerliste der Oberliga-Handballer an, kommt nach der Begegnung bei der TSG Altenhagen-Heepen auf 123/15 Treffer für den VfL Gladbeck. Auf Platz zwei hat sich von der TSG Altenhagen-Heepen Lukas Schulz mit 102/39 Toren geworfen, Rang drei auf dieser Liste belegt der Gladbecker Thorben Mollenhauer mit einem Treffer weniger als der Bielefelder: 101/24 Tore warf Mollenhauer bislang in dieser Saison für den VfL Gladbeck.

Quelle | WAZ, Stephan Falk

Gladbeck. Beim SV Eintracht Dolberg verlor die VfL-Zweite mit 27:30.

Die Landesliga-Reserve des VfL Gladbeck erlebte an diesem Wochenende ein bitteres Déjà-vu. Wie bereits im Hinspiel dominierten die Rothemden das Spiel gegen SV Eintracht Dolberg, brachen aber in Hälfte zwei ein und mussten sich am Ende mit 27:30 (14:11) geschlagen geben.

Dass selbst das Ergebnis identisch mit dem der letzten Halbserie ist, trägt eine gewisse Ironie in sich. „Das ist der selbe Spielverlauf gewesen, und am Ende haben wir genauso bitter verloren“, konstatiert Reserve-Trainer Heiko Brandes.

Sein Team startete stark in die Partie, zeigte sich vor allem im Defensivbereich stark verbessert. Der verdiente Lohn war eine 14:11-Halbzeitführung. Doch das Niveau aus Halbzeit eins konnten die Rot-Weißen in der zweiten Hälfte nicht mehr aufrechterhalten. In der Deckung entstanden immer wieder Lücken, der Rückraum der Eintracht besaß zu viele Freiheiten. Konditionell brach der VfL förmlich ein und brachte sich mit leichten Fehler selbst ins Hintertreffen. Am Ende musste sich die VfL-Reserve – wie in der Vorrunde – mit 27:30 geschlagen geben.

„Jetzt haben wir natürlich noch mehr Druck und müssen schleunigst Punkte holen. Hinten raus hatten wir heute nicht mehr die Luft, obwohl unser Spiel schon deutlich besser aussah als in den letzten Wochen“, so der Kommentar von Coach Heiko Brandes.

VfL Gladbeck II: Schmidt, Korona, Hinz (1), Rauschel (1), Brandhorst (6), Brandes (3), Wieck (1), Blum (2), Friemel (1), Neumann (1), Brockmann (9), Schölich (2), Worecki, Kalhöfer

Quelle | WAZ, Sebastian Himmelseher

Gladbeck. Siegbert Busch gibt den Abteilungsvorsitz bei den VfL-Handballern ab. Sein Nachfolger soll Tim Deffte, Torhüter und Sportlicher Leiter, werden.

Es geht um den Aufstieg in die 3. Liga für die Handballer des VfL Gladbeck. Klingt vielleicht abgedroschen, sagt Tim Deffte, Torhüter und Sportlicher Leiter in der Abteilung, aber für dieses Ziel denken die Gladbecker von Spiel zu Spiel. Es gibt aber einen wichtigen Bereich, da denken sie bei den VfL-Handballern schon viel weiter. Tim Deffte soll demnächst den Abteilungsvorsitz von Siegbert Busch übernehmen.

Siegbert Busch

Siegbert Busch

„Das ist schon länger geplant“, sagt Siegbert Busch, der auch Vorsitzender des Gesamtvereins ist und für dieses Amt bei den nächsten Wahlen im Juni auch wieder kandidieren wird. Aber die Leitung der Handball-Abteilung möchte er vorher abgeben, fristgerecht zur Bestimmung der Delegierten für die Versammlung des Hauptvereins. „Ich bin jetzt 73 Jahre alt“, so Siegbert Busch, „und möchte diese Aufgaben gerne an Jüngere weitergeben. Ich möchte nicht ewig an diesem Posten festhalten.“

Es ist keine Überraschung, dass sein Nachfolger Tim Deffte werden soll, der bereits im zweiten Jahr Sportlicher Leiter ist: „Das ist für mich natürlich ein leichterer Einstieg“, sagt der 34-Jährige. Deffte sagt aber klar: „Es sind natürlich große Fußstapfen, in die ich da trete.“ Anfang der 1990-er Jahre hatte Siegbert Busch die Abteilungsleitung bei den VfL-Handballern übernommen.

Die Mannschaft spielte damals gegen den Abstieg. Aus der Bezirksliga. Was gelang. Es folgte der Durchmarsch in die Oberliga, es folgte der Aufstieg in die Regionalliga.

Kontinuität ist das Stichwort, auch für Tim Deffte, der seit der D-Jugend für den VfL spielt, ausgenommen ein kurzes Gastspiel beim damaligen HSC Eintracht Recklinghausen. Und auch die Ziele insgesamt bleiben die gleichen: „Das Flaggschiff ist natürlich die erste Mannschaft“, sagt Tim Deffte. Aber wie schon unter Siegbert Busch soll es weiterhin eine enge Verknüpfung zwischen Erstvertretung und eigenem Nachwuchs geben. In weitere Details als Vorsitzender der Abteilung, so Deffte, müsse er sich erst mal hineinarbeiten.

Der Idealfall für die erste Mannschaft wäre natürlich der Aufstieg und sich dann in der 3. Liga zu etablieren, so Deffte. Aber das von Spiel-zu-Spiel-Denken beim VfL Gladbeck kommt nicht von ungefähr: „Wir haben gerade ein Spitzenspiel in Bielefeld hinter uns, Samstag folgt das nächste zu Hause gegen Menden-Lendringsen und wieder nur eine Woche darauf ein weiteres beim TuS Spenge.“

Suche nach neuem Torhüter

Ob nun für Liga drei oder im Nichtaufstiegsfall für die Oberliga: Für die kommende Saison ist der VfL auf der Suche nach einem Torhüter, wenn Tim Deffte neben der Sportlichen Leitung auch den Abteilungsvorsitz inne hat.

Das ist nicht so einfach mittlerweile. „Junge, gute Torhüter sind rar“, so Tim Deffte. „Die wenigen guten, die es gibt, bekommen schnell Angebote von höherklassigen Vereinen.“ Eine Suche, auf die sich der VfL Gladbeck nicht zum ersten Mal begibt. Dabei kann es auch zu Überraschungen kommen: „Wir haben uns ja schon mal umgeschaut. Und dann ist mit Andor Schneider ein Torhüter gekommen, der sogar älter ist als ich“, so Deffte.

Für den geplanten Wechsel an der Spitze der Abteilung hat der VfL allerdings auf Überraschungen gänzlich verzichtet.

Quelle | WAZ, Stephan Falk


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